05.11.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Gewinnmitnahmen zum Wochenende

HSBC Daily Trading

Gewinnmitnahmen zum Wochenende

Die abgelaufene Woche brachte beim DAX® etwas Entspannung. Am vergangenen Freitag konnte das Aktienbarometer die zwischenzeitlich erreichten Notierungen von knapp 11.700 Punkten allerdings nicht verteidigen. Vielmehr drückte die zu Wochenende aufkommende Abgabebereitschaft die deutschen Standardwerte wieder bis in den Bereich von 11.500 Punkten. Unter dem Strich kann die jüngste Kurserholung damit als nahezu lehrbuchmäßiger Pullback an die Nackenzone der Anfang Oktober vervollständigten Schulter-Kopf-Schulter-Formation gewertet werden. Letztlich wird die obere Umkehr also bestätigt. Erst bei einem Spurt über die Marke von 11.800 Punkten wäre die beschriebene Toppbildung negiert. Als Belastungsfaktor werten wir in diesem Zusammenhang auch die amerikanischen Standardaktienindizes S&P 500® und Dow Jones®, die sich jeweils mit ihren 200-Tages-Linien als massivem Widerstand konfrontiert sehen. Beim DAX® könnte die neue Woche deshalb im Zeichen der Ausprägung eines „zweiten Standbeines“ stehen. Das Tief vom 15. Oktober (11.459 Punkte) bzw. die Parallele zum Abwärtstrend seit Mitte Juni (akt. bei 11.327 Punkten) definieren dabei die nächsten Unterstützungen.


DAX® (Daily)



Saisonaler Wendepunkt?

Anfang November finden in den USA die sog. „midterm elections“ statt. Diese nüchterne Feststellung ist unter saisonalen Gesichtspunkten interessant, denn oftmals lässt sich ein positiver Effekt auf die Aktienmarktentwicklung ausmachen. Wir wollten es ganz genau wissen und haben den Zeitraum vom 1. November im Zwischenwahljahr bis zum Ende des 1. Quartals des Folgejahres herangezogen. Seit 1942 legte der Dow Jones in dieser Periode im Durchschnitt um mehr als 11 % zu. Dabei mussten Anleger in diesem Zeitraum nur einmal – nämlich nach dem Platzen der Technologieblase im Jahr 2002 – Kursverluste hinnehmen. Mit anderen Worten: Die besagten fünf Monate bescherten Investoren in knapp 95 % aller Fälle Kursgewinne. Kritiker könnten nun einwenden: Ist das tatsächlich der „midterm“-Einfluss oder wurde möglicherweise nur die klassische Jahresendrally statistisch auf den Prüfstand gestellt. Letzteres ist nicht der Fall, denn der o. g. Kurszuwachs vom 1. November des „midterm“-Jahres bis zum Ende des 1. Quartals des Folgejahres fällt mit einer Wahrscheinlichkeit von 79 % höher aus als der Kurszuwachs in den fünf Monaten aller Jahre seit 1942. Die internationalen Aktienmärkte können den beschriebenen saisonalen Unterstützungsfaktor derzeit gut gebrauchen.


Dow Jones Industrial Average (Daily)



Ideales Sprungbrett

Die Korrektur seit Anfang des Jahres hat die HeidelbergCement-Aktie von ihrem Rekordhoch bei 96,16 EUR auf unter 55 EUR gedrückt. Auf dieser Basis hat das Papier in der vorletzten Woche ein „Hammer“-Umkehrmuster ausgeprägt, welches aktuell durch einen nicht ganz idealtypischen „morning star“ bestätigt wird. Die beiden konstruktiven Candlestickmuster unterstreichen, dass das Papier die wichtige Haltezone aus der 200-Monats-Linie (akt. bei 58,34 EUR), dem Tief vom Februar 2016 (58,17 EUR) sowie der 50%-Korrektur der gesamten Aufwärtsbewegung seit März 2009 (57,07 EUR) letztlich verteidigen konnte. Diese Interpretation wird von der am Mittwoch gerissenen Kurslücke im Tagesbereich (58,28 EUR zu 59,00 EUR) untermauert. Auf der Indikatorenseite schlägt sich die jüngste Stabilisierung in einem neuen Kaufsignal seitens des RSI nieder. Bei monatlicher Berechnungsweise ist der Oszillator im Oktober sogar erstmals seit 2009 in überverkauftes Terrain abgetaucht. Ein erstes Erholungsziel definieren nun die Tiefs bei rund 65 EUR, die ganz gut mit einem weiteren Fibonacci-Level (66,30 EUR) harmonieren. Als engmaschige Absicherung auf der Unterseite bietet sich das o. g. 2016er-Tief bei 58,17 EUR an.


HeidelbergCement (Weekly)



Interesse an einer täglichen Zustellung unseres Newsletters?


Kostenlos abonnieren


Wichtige Hinweise auf mögliche Interessenkonflikte
Rechtliche Hinweise

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Derivatives Public Distribution
Königsallee 21-23
40212 Düsseldorf

kostenlose Infoline: 0800/4000 910
Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
Hotline für Berater: 0211/910-4722
Fax: 0211/910-91936
Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
E-Mail: zertifikate@hsbc.de