03.01.2019 - 08:20 HSBC

S&P 500® - Trendbrüche liefern Vorgeschmack

HSBC Daily Trading

Trendbrüche liefern Vorgeschmack

Unabhängig davon, welchen Maßstab Anleger heranziehen: Zum Jahreswechsel 2018/19 öffnet sich (nahezu) überall die Schere. Damit sind die beschriebenen negativen Divergenzen für uns ein ganz wichtiges Investmentthema im neuen Jahr! Alle angeführten Phänomene sollten Investoren als Warnung vor einer oberen Trendwende an den US-Aktienmärkten verstanden wissen. Diese hatten sich im vergangenen Jahr lange Zeit als Fels in der Brandung erwiesen, doch nun treten die charttechnischen Probleme auch hier offen zu Tage. Exemplarisch möchten wir den Monatschart des S&P 500® anführen, der bereits in den letzten Jahren ein treuer Wegbegleiter war. Welchen Unterschied doch manchmal ein Jahr macht! Im Vergleich zur Situation von vor zwölf Monaten sind inzwischen der Bruch des steilen Aufwärtstrends seit Anfang 2016 sowie der Rückfall in den Basisaufwärtstrend seit März 2009 (akt. bei 2.834/2.726 Punkten) erfolgt (siehe Chart 1). Auch die im letztjährigen Jahresausblick angeführten Indikatorformationen bzw. -trendlinien lieferten für die konkrete Timingentscheidung im vergangenen Jahr wertvolle Hilfestellungen. So liegt neben dem Bruch eines Aufwärtstrends mittlerweile im Verlauf des RSI eine abgeschlossene Toppbildung vor.


S&P 500® (Monthly)



Nachhaltige Toppbildung wahrscheinlich

Parallel dazu hat der MACD zuletzt ein neues Ausstiegssignal generiert – und zwar auf historisch höchstem Niveau. Per Saldo sind das alles Belastungsfaktoren, doch besonders die obere Umkehr im RSI-Verlauf wiegt schwer. In der Vergangenheit besaßen solche Indikatorformationen oftmals zeitlichen Vorlauf im Vergleich zu einer äquivalenten Weichenstellung im eigentlichen Kursverlauf. Deshalb müssen Anleger die Jahrestiefs von 2018 beim S&P 500® bei 2.533 bzw. 2.529 Punkten im Blick haben. Fällt diese horizontale Unterstützungszone, wäre eine obere Umkehr vervollständigt, aus deren Höhe sich immerhin ein rechnerisches Abschlagspotential von rund 340 Punkten ergeben würde. In diesem Szenario wird ein Ausloten der unteren Begrenzung des Haussetrends seit 2009 (akt. bei 2.208 Punkten) zu einer realistischen Option. Dafür spricht auch die alte Tradingweisheit, wonach ein Basiswert, der es nach oben versucht hat, und gescheitert ist, es in der Folge nach unten versuchen wird! Einen weiteren Belastungsfaktor stellt die Candlestickkonstellation auf Quartalsbasis dar. Mit einem sog. „tweezer top“ durch zwei nahezu deckungsgleiche Hochs (2.941 vs. 2940 Punkte) sowie einem „bearish engulfing“ ergeben sich in dieser Zeitebene gleich zwei Trendwendemuster.


S&P 500® (Monthly)



Das Ende einer Hausse

Aufgrund des mahnenden Zeigefingers in Form der Dow-Theorie (siehe oben) möchten wir auch noch den Dow Jones Industrial Average explizit beleuchten. Die drohende Toppformation zeichnet sich hier noch klarer ab, denn durch die technische Brille betrachtet, bildet das US-Aktienbarometer ein (nahezu) idealtypisches Doppeltopp (siehe Chart 3). Interessant ist dabei, dass sich die beiden Kursspitzen exakt im Dunstkreis der 261,8%-Fibonacci-Projektion des Abwärtsimpulses von Oktober 2007 bis März 2009 (26.702 Punkte) ausgeprägt haben. In diesem Umfeld würde ein Abgleiten unter das 2018er-Jahrestief (23.344 Punkte) die diskutierte obere Umkehr vervollständigen. Die negativen Divergenzen im Verlauf des RSI sowie das negative Schnittmuster beim MACD machen im neuen Jahr eine Trendwende wahrscheinlich. Übergeordnet sorgt eine solche Weichenstellung auch für ein dickes Fragezeichen hinter der gesamten Hausse der letzten zehn Jahre. Rein rechnerisch ergibt sich aus einem abgeschlossenen Doppeltopp ein Abschlagspotential von rund 3.600 Punkten, was im Umkehrschluss zu einem Kursziel knapp unterhalb der 20.000 Punkte-Marke führt.


Dow Jones Industrial Average (Monthly)



Der Faktor „Saisonalität“

Als zusätzliche Orientierungshilfe ziehen wir im Jahresausblick regelmäßig auch saisonale Kursverläufe bzw. zyklische Faktoren heran. Insbesondere der Dekaden- und der US-Präsidentschaftszyklus als die wichtigsten beiden Zyklen überhaupt werden dabei analysiert. Solche saisonalen Verlaufsvergleiche geben oftmals Hinweise auf mögliche Wendepunkte. Aber schon das Herausarbeiten von Phasen, in denen Anleger mit saisonalem Rückenwind rechnen können bzw. mit Gegenwind konfrontiert werden, stellt einen echten Mehrwert dar. Dabei sollten die folgenden Charts niemals 1:1 auf das Jahr 2019 übertragen, sondern stets mit der konkreten charttechnischen Situation abgeglichen werden. Der durchschnittliche Verlauf des „9er-Jahres“ – also 1899, 1909, 1919, … 2009 – legt für den DJIA ein konstruktives Gesamtjahr nahe. Allerdings signalisiert der Dekadenzyklus einen holprigen Jahresauftakt im Januar und Februar, ehe von März bis Anfang September die saisonal beste Periode des Jahres wartet. Anschließend dürften auch 2019 die Hoffnungen auf eine klassische Jahresendrally enttäuscht werden, denn entgegen dem typischen Saisonmuster ist zum Ende der Dekade eher mit Sand im Getriebe zu rechnen (siehe Chart 4).


Dow Jones Industrial Average (Daily)



Schnittmenge: Ausbleibende Jahresendrally

Als zweites analysieren wir den US-Präsidentschaftszyklus. 2019 ist ein sog. Vorwahljahr, das sich innerhalb des 4-jährigen Wahlzyklus durch einen dynamischen Start ins Jahr auszeichnet. Dafür bringt die 2. Jahreshälfte keine weiteren Kursavancen mit sich (siehe Chart 5). So wird das Jahreshoch – gemessen am typischen Verlauf des Vorwahljahres – beim Dow Jones® bereits Anfang September erreicht. In der Folge gilt ebenfalls: Jahresendrally = Fehlanzeige. Das ist gleichzeitig die Schnittmenge aus beiden Zyklen. Zum Abschluss der Dekade müssen Investoren deshalb eher mit saisonalem Gegenwind rechnen. Vor dem Hintergrund der angeschlagenen Chartbilder bzw. einer drohenden Baisse in den USA drängt sich ohnehin die Frage auf, ob der Faktor „Saisonalität“ 2019 gemäß dem durchschnittlichen Verlauf der letzten 120 Jahre zum Tragen kommen wird. Möglicherweise zeichnet die Zyklik ein zu optimistisches Bild. Als Warnung verstehen wir dabei die schwache Wertentwicklung im 4. Quartal 2018, denn der S&P 500® musste seit 1960 nach einem schwachen Schlussquartal mit einer Wahrscheinlichkeit von 67 % im 1. Quartal des Folgejahres weitere Kursverluste hinnehmen. Diese Zahl ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass das 1. Quartal seit 1960 in 61 % aller Fälle positiv ausfiel.


Dow Jones Industrial Average (Daily)



Einer D E R Schlüsselcharts

Kommen wir nach Europa. Auf dem heimischen Kontinent gestaltet sich die technische Ausgangslage noch deutlich schwächer als jenseits des Atlantiks. Viele europäische Aktienindizes – u. a. der DAX® – befinden sich gemäß der Standarddefinition einer Korrektur um mehr als 20 % vom zwischenzeitlich erreichten Hoch in einem strukturellen Bärenmarkt. Den breiten Auswahlindex des Stoxx Europe 600 halten wir für einen der wichtigsten Kursverläufe. Im Gegensatz zu den meisten US-Aktienbarometern ist hier eine abgeschlossene Toppbildung längst Realität. Gemeint ist die Schulter-Kopf-Schulter-Formation, welche die europäischen Standardwerte im Dunstkreis des ultimativen Deckels in Form der Hochpunkte der letzten 20 Jahre bei gut 400 Punkten ausgeprägt hat (siehe Chart 6). Aus der Höhe der oberen Umkehr ergibt sich ein kalkulatorisches Abschlagspotential von gut 40 Punkten bzw. ein Kursziel von rund 320 Punkten. Auf diesem Niveau beginnt ein wichtiger horizontaler Rückzugsbereich aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten, der bis rund 300 Punkte hinunterreicht. Es besteht zudem die Gefahr, dass sich die beschriebene SKS-Formation im Zusammenspiel mit dem Rekordhoch vom April 2015 (415 Punkte) sogar als Teil einer übergeordneten, größeren Toppbildung erweist.


Stoxx Europe 600 (Monthly)



Seit 2000 im Baissemodus!

Wenn Anleger den europäischen Markt nicht ganz so weit fassen und den Euro Stoxx 50® untersuchen, dann bietet sich zunächst ein Blick auf den Halbjahreschart an. Die hohe Zeitebene fördert das spannende Detail zu Tage, dass sich die europäischen Standardwerte seit Jahrtausendbeginn in einem Baissetrend befinden. Sowohl 2015 als auch 2017/2018 hat das Aktienbarometer diesen Abwärtstrend (akt. bei 3.451 Punkten) attackiert, aber nicht überwinden können (siehe Chart 7). Die markanten Dochte der letzten vier 6-Monats-Kerzen zeugen von dem Respekt, den die Marktteilnehmer diesem Langfristtrend entgegenbringen. Die Schwäche im 2. Halbjahr 2018 unterstreicht, dass der beschriebene Abwärtstrend seit 2000 weiterhin dominiert. Ein Abgleiten unter die Hochs der Jahre 2009, 2010 und 2011 bzw. das Jahrestief der letzten zwölf Monate bei gut 3.000 Punkten dürfte den Druck auf den Euro Stoxx 50® sogar noch erhöhen. Bei einer negativen Weichenstellung wären zudem die Glättungslinien der letzten 200 bzw. 90 Monate (akt. bei 3.081/3.055 Punkten) unterschritten. Die Tiefs von 2016 bei 2.678/73 Punkten definieren einen wichtigen Rückzugsbereich, der ab dem Ende des 1. Quartals 2019 zudem sehr gut mit dem flachen Haussetrend seit 2009 (akt. bei 2.646 Punkten) harmoniert.


EURO STOXX 50® (Semi-annually)



Die 2 T´s: Trendbruch + Toppbildung

Nach Deutschland: Prägnanter und pointierter als mit dieser Überschrift lässt sich die charttechnische Ausgangslage des DAX® nicht beschreiben. Die wesentlichen Voraussetzungen für eine Trendwende nach unten sind erfüllt, und dürften heimische Anleger auch im neuen Jahr beschäftigen. Mit dem Bruch des Aufwärtstrends seit März 2009 (akt. bei 12.734 Punkten) und einer lehrbuchhaften S-K-S-Formation kamen für deutsche Investoren Anfang Oktober 2018 sogar beide negativen Weichenstellungen zusammen (siehe Chart 8). Damit hat im vergangenen Jahr ein Regimewechsel stattgefunden: Während in den letzten Jahren Rückschläge gute Kaufgelegenheiten darstellten, lautet das Motto neuerdings: „sell the rallies“. Diese Einschätzung würden wir nur revidieren, wenn dem DAX® ein Spurt über die Nackenlinie der oberen Umkehr bei 11.800 Punkten gelingt. Ohne diesen Befreiungsschlag gilt unverändert das im letzten Jahr immer wieder angeführte Kursziel von rund 10.000 Punkten – abgeleitet aus der Höhe der o. g. Toppbildung. Dabei handelt es sich um ein (Mindest-)Anlaufziel, welches zudem sehr gut mit den Hochs vom Sommer 2014 harmoniert. Per Saldo dürften die negativen Divergenzen im Verlauf des RSI und des MACD sowie vor allem die angeführte SKS-Formation den DAX® auch 2019 belasten.


DAX® (Monthly)



Abstauberlimite für Pessimisten

Kommt ein Markt ins Rutschen, dann greifen Investoren häufig auf die Technische Analyse zurück, um die nächsten Unterstützungszonen – oder im Fall einer ausgeprägten Baissebewegung sogar die ultimativen Rückzugsbereiche – zu identifizieren. Es zählt zu den Stärken unserer Analysemethode, dass sich Anleger damit auf ein „worst case“-Szenario vorbereiten können. Wie tief kann der DAX® nun im Jahr 2019 fallen? Nach dem ausführlich erläuterten Kursziel von 10.000 Punkten fallen die Tiefs von 2015 bzw. 2016 bei rund 9.300 Punkten ins Auge. Noch spannender finden wir allerdings das Jahrestief 2016 (8.699 Punkte). Im Zusammenspiel mit dem 50%-Fibonacci-Retracement des gesamten Hausseimpulses seit 2009 (8.593 Punkte) sowie einer aus dem Jahres-Pivot Punkt (11.608 Punkte) abgeleiteten Unterstützung bei 8.574 Punkten ergibt sich auf diesem Niveau eine massive Kumulationsunterstützung (siehe Chart 9). Danach würden sogar wieder die alten Ausbruchsmarken in Form der Hochs der Jahre 2007 und 2000 bei 8.152/8.136 Punkten in den Fokus rücken. Das Wissen um solche ultimativen Rückzugslinien ist deshalb hilfreich, weil Trendwendemuster im Bereich der angeführten Unterstützungen besondere Erfolgsaussichten besitzen.


DAX® (Weekly)



„Small & mid caps“: Outperformance ist Geschichte

Zum Abschluss unseres Jahresausblicks auf der Aktienseite möchten wir uns einigen relativen Trends zuwenden. Beginnen möchten wir mit den deutschen „small & mid caps“, die dem DAX® in diesem Jahrtausend lange Zeit die Show gestohlen haben. Um es vorweg zu nehmen: Dieser Trend hat u. E. 2018 ein Ende gefunden. Absolut hat der MDAX® nach vier Quartalen in Folge mit kleinen Kerzenkörpern im 4. Quartal einen scharfen Ausverkauf erlebt, so dass auch hier eine abgeschlossene Toppbildung vorliegt. Im Ratio-Chart zwischen den „mid caps“ und dem großen Bruder schlägt sich diese Entwicklung im Bruch des Abwärtstrends seit Anfang 2000 nieder (siehe Chart 10). Der Trendbruch wird dabei durch positive Divergenzen im Verlauf des MACD und RSI bestätigt. Besonders hervorheben möchten wir die Bodenbildung seit 2010 im Verlauf des Oszillators. Deshalb gehen wir von einer nachhaltigen Trendwende aus, welche Anleger über den Jahreswechsel 2018/19 hinaus begleiten wird. In die gleiche Kerbe schlägt der Ratio-Chart zwischen DAX® und SDAX®, wo ein „bullisher Keil“ nach oben aufgelöst wurde. Für in den letzten Jahren erfolgsverwöhnte „small & mid cap“-Investoren dürfte die Titelselektion also noch wichtiger werden als generell für Aktienanleger.


Ratio-Chart DAX/MDAX (Monthly)



Comeback der Value-Titel

Institutionelle Investoren sind oftmals nach Branchen oder aber nach Investmentstilen aufgestellt. Deshalb gehört die Frage, ob Value-Titel oder doch eher Groth-Werte angesagt sind, zu den am häufigsten diskutierten. In diesem Zusammenhang lässt ein weiterer Trendbruch aufhorchen. Während in den letzten Jahren der Investmentstil „Growth“ gefragt war und sich die Outperformance im Vergleich zu Value-Papieren Ende 2016 nochmals verschärfte, erfordert die jüngste Entwicklung von Anlegern ein Umdenken. Schließlich liegen im Ratio-Chart zwischen dem MSCI World Value und dem MSCI World Growth der Bruch des 2016er-Abwärtstrends sowie eine Rückkehr in den flacheren Baissetrendkanal seit 2014 vor (siehe Chart 11). Diese Gezeitenwende wird durch verschiedene quantitative Indikatoren bestätigt. Besonders auffällig ist die positive Divergenz bzw. die Bodenbildung im Verlauf der Relativen Stärke nach Levy. Ein erstes Anlaufziel ergibt sich im Verhältnischart durch die horizontalen Hürden bei 1,20. Der Abwärtstrend seit Mai 2014 verläuft sogar erst bei 1,24. Der lange Zeit gültige Trend „pro Growth – contra Value“ sollte im vergangenen Jahr sein Ende gefunden haben. Vielmehr sollten Investoren mit Value-Titeln – zumindest relativ gesehen – besser durch das neue Jahr kommen.


Ratio-Chart MSCI World Value/Growth (Weekly)



Zugpferd „Technologie“ entfällt

Weiter vorne im Aktienteil hatten wir mit Hilfe der Advance-/Decline-Linie strukturelle Schwierigkeiten für den Technologiesektor identifiziert. Die abnehmende Marktbreite ist das klassische Phänomen in der Spätphase einer Hausse und ein deutliches Warnsignal. Der Ratio-Chart zwischen dem NASDAQ 100® und dem S&P 500® vergrößert die Probleme der Branche noch zusätzlich. Seit vielen Jahren „laufen“ die Technologiewerte in einem stabilen Aufwärtstrendkanal in Relation zu den amerikanischen Standardwerten. In 2018 wurde dabei die Parallele zum Haussetrend der letzten zehn Jahre ausgelotet. In dieser Konstellation kommt es zu einem MACD-Verkaufssignal sowie einem wichtigen Aufwärtstrendbruch im Verlauf des RSI. Zuvor hatte der Oszillator bereits eine mehrjährige negative Divergenz ausgeprägt (siehe Chart 12). Bestenfalls dürfte es deshalb zu einem Ausloten der unteren Begrenzung des beschriebenen Trendkanals (akt. bei 2,37), wenn nicht gar zu einem Trendbruch kommen. Dem Aktienmarkt droht damit das wesentliche Zugpferd der letzten Jahre wegzubrechen. Die letzten drei Beispiele belegen eindrucksvoll, dass 2018, nicht nur absolut, sondern auch durch die relative Brille betrachtet, das Jahr der Trendbrüche war – mit schwerwiegenden Implikationen für 2019.


Ratio-Chart NASDAQ100/S&P500 (Monthly)



Fazit und Schlussfolgerungen für 2019

Keine Frage: Es liegt ein sehr herausforderndes Aktienjahr 2019 vor uns allen. Nachdem beim DAX® und beim Euro Stoxx 50® schon länger Toppformationen vorliegen, drohen aktuell die US-Märkte diesem Beispiel zu folgen. Damit wäre binnen eines Jahres der Übergang von einem homogenen Bullenmarkt über einen heterogenen Bullenmarkt bis hin zu einem homogenen Bärenmarkt vollzogen worden. In dieser Gemengelage sollten vierstellige DAX®-Notierungen nicht überraschen, während für den S&P 500® und den Dow Jones® Rückschläge bis 2.200 Punkte bzw. bis unter die 20.000er-Marke einkalkuliert werden müssen. „Kapitalerhalt“ dürfte somit zur wichtigsten Maxime des Jahres werden. Die saisonal beste Phase besteht zwar von März bis Anfang September, doch in einer wirklichen Baisse zeichnet die Zyklik oftmals ein zu optimistisches Bild. Vielmehr betonen wir im gegenwärtigen Umfeld eher die ab September einsetzende saisonale Schwächeperiode zum Ende der Dekade – möglicherweise der Startpunkt einer weiteren Verkaufswelle. Aufgrund der beschriebenen technischen Ausgangslage muss die Bedeutung der „Zahl 13“ für das Jahr 2019 wohl oder übel als Unglückszahl bezeichnet werden.


DAX® (Monthly)



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