16.04.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Ziel 200-Tages-Linie

Ziel 200-Tages-Linie
Wenn sich Investoren trotz der Ereignisse des Wochenendes auf die charttechnische Situation an den Aktienmärkten fokussieren, so steht beim DAX® unverändert das Anfang April gerissene Gap (12.011 zu 12.136 Punkte) zu Buche. Mit dieser Kurslücke gelang den deutschen Standardwerten gleichzeitig auch die Rückkehr in den im Februar 2016 etablierten Aufwärtstrend (akt. bei 12.186 Punkten). Diese Weichenstellung sorgt unseres Erachtens unverändert für charttechnischen Rückenwind, zumal die meisten quantitativen Indikatoren (z. B. RSI, MACD) aktuell freundlich zu interpretieren sind. Unter dem Strich überwiegen deshalb weiter die Erholungschancen. Das Hoch vom 26. Februar (12.601 Punkte) steckt dabei ein erstes Etappenziel ab. Knapp darüber verläuft dann mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 12.660 Punkten) allerdings eine deutlich massivere Barriere. Auf der Unterseite dient der Durchschnitt der letzten 50 Tage (akt. bei 12.300 Punkten) als erste Unterstützung. Charttechnisch bedeutender ist allerdings der o. g. Haussetrend, während ein Schließen der angeführten Kurslücke unserer konstruktiven Sicht endgültig die Grundlage entziehen würde.

DAX® (Daily)
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Klassischer Doppelboden?
Nach dem Test der 200-Tages-Linie (akt. bei 2.599 Punkten) vom Februar folgten jüngst gleich mehrere weitere Belastungsproben der 2.600er-Marke. Zur Erinnerung: Die Bedeutung dieses Levels wird zusätzlich durch das Unterstützungskreuz aus zwei Trendlinien untermauert. Da diese Bastion dem Druck bisher standhielt, steigen unseres Erachtens die Chancen auf die Ausprägung eines Doppelbodens (siehe Chart). Mut macht dabei, dass der trendfolgende MACD gerade seine Signallinie von unten nach oben durchschnitten hat. Aber auch das sich weiter abkühlende Sentiment werten wir als unterstützenden Faktor. Gemäß der jüngsten Stimmungsumfrage der AAII fällt der Bullenanteil unter den US-Privatanlegern derzeit unterdurchschnittlich aus, während das Lager der Pessimisten überdurchschnittlich gut gefüllt ist. Mit knapp 43 % notiert dieser sogar auf dem höchsten Stand seit März 2017. Damals erreichte der S&P 500 ein zyklisches Tief und startete danach von gut 2.300 auf knapp 2.900 Punkte durch. In diesem Umfeld würde ein nachhaltiger Anstieg über die jüngsten Erholungshochs bei rund 2.675 Punkten dem diskutierten "Doppelboden-Szenario" zusätzlichen Nachdruck verleihen.

S&P 500® (Daily)
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Es braut sich was zusammen
In den letzten 12 Monaten schwankte der Silberpreis in einer überschaubaren Handelsspanne. Seit Jahresbeginn hat das Edelmetall diese sogar auf lediglich 17,70 USD zu 16,10 USD eingeengt. Diese Entwicklung findet aktuell einen "doppelten" Niederschlag. So liegen auf Quartalsbasis zwei "inside quarters" in Folge vor, während der Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Bollinger Band auf das niedrigste Niveau seit 2005 zusammengeschmolzen ist. Beide Phänomene waren in der Vergangenheit regelmäßig Vorboten eines dynamischen Bewegungsimpulses. Vor diesem Hintergrund definieren wir einen Anstieg über die Glättungslinien der letzten 38 bzw. 200 Wochen (akt. bei 16,80/16,83 USD) als Einstieg auf der Longseite. Da bei einer positiven Weichenstellung die beschriebenen Innenstäbe nach oben aufgelöst wären und zeitnah zudem ein positives Schnittmuster zwischen den beiden gleitenden Durchschnitten entstehen dürfte, sollte das Edelmetall dann tatsächlich neues Aufwärtsmomentum entfalten. Über das Etappenziel in Form der verschiedenen Hoch- und Tiefpunkte bei rund 18,50 USD könnte dann sogar das Mehrjahreshoch von Mitte 2016 bei 21,11 USD wieder angesteuert werden.

Silber (Daily)
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