02.03.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Wieder südwärts

Wieder südwärts
Die Vorgaben aus den USA sowie der Vortagesschlusskurs im Bereich des Tagestiefs waren bereits ungute Vorboten für die gestrige DAX®-Entwicklung. Mit einem Abwärtsgap (12.418 zu 12.388 Punkten) musste das Aktienbarometer diesen negativen Einflussgrößen Tribut zollen. Noch kritischer ist aber sicherlich die Tatsache zu werten, dass der Abgabedruck über den gesamten Handelstag anhielt. Damit haben sich dicht beieinanderliegenden Glättungslinien im Stundenbereich tatsächlich als Vorboten eines größeren Bewegungsimpulses erwiesen. Die gestrige Kursentwicklung birgt aber noch ein anderes Risiko: Aufgrund des Bruchs des kurzfristigen Aufwärtstrends seit dem Tief von Anfang Februar bei 12.003 Punkten muss die jüngste Erholung letztlich als Bärenflagge interpretiert werden (siehe Chart). Damit droht eine Belastungsprobe des vorangegangenen Tiefs bzw. des Aufwärtstrends seit Anfang 2016 (akt. bei 11.972 Punkten). Per Saldo sitzen die Bären derzeit am längeren Hebel. Um dagegen den größten Druck vom DAX® zu nehmen, bedarf es eines zügigen Schließens des eingangs angeführten Abwärtskurslücke.

DAX® (Daily)
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Wie tief ist tief genug?
„Den Boden ausgeschlagen“, so lautete unsere Überschrift zur letzten Analyse der General Electric-Aktie (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 17. November). Mittlerweile musste das Papier weiteres Terrain preisgeben und hat dabei mit den Tiefs der Jahre 2011 und 2010 bei 14,03/13,75 USD den nächsten wichtigen Rückzugsbereich ausgelotet. Gleichzeitig ist der RSI im Wochen- wie auch im Monatsbereich massiv überverkauft. Auf Tagesbasis zeigen diverse Indikatoren (z. B. MACD, RSI) zudem eine divergente Entwicklung, da die jüngsten Verlaufstiefs nicht mehr durch entsprechende Indikatorenpendants bestätigt wurden. Zu guter letzt spricht die Serie von zwölf roten Monatskerzen in Folge dafür, dass sehr viel „Schlechtes“ bereits eingepreist ist. Dennoch besitzt der aktuelle Kursverlauf unverändert den Status eines „fallenden Messers“. In diesem Zusammenhang würde ein Bruch der o. g. Bastion dem Papier den nächsten Nackenschlag versetzen. Um aus der Abwärtsspirale auszubrechen und den Grundstein für eine technische Aufwärtsreaktion zu legen, bedarf es indes eines Sprungs über die jüngsten Hochpunkte auf Tagesbasis bei 15,18/23 USD.

General Electric (Monthly)
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Break hinterlässt deutliche Spuren
Seit Anfang des Jahres steht die Celgene-Aktie wieder unter Druck. Zuletzt musste der Titel dabei sogar die wichtige Haltezone aus verschiedenen Tiefpunkten bei 94/93 USD preisgeben. Damit besteht die Gefahr, dass die Hochs vom Juli 2015 und Oktober 2017 bei 141 USD bzw. 147 USD letztlich ein Doppeltopp definieren (siehe Chart). Der aktuelle Ausbruch auf der Unterseite wird dabei durch den trendfolgenden MACD bestätigt, der derzeit sowohl auf Wochen- als auch auf Monatsbasis „short“ positioniert ist. In dieser Gemengelage definiert das Tief vom Oktober 2014 (83,16 USD) im Zusammenspiel mit dem 50%-Fibonacci-Retracement des gesamten Hausseimpulses seit Frühjahr 2009 (82,81 USD) den nächsten Auffangbereich. Darunter steckt das Tief vom April 2014 (66,85 USD) eine weitere Haltelinie ab. Für einen kleinen Hoffnungsschimmer sorgt allerdings, die Tatsache, dass der RSI auf Wochenbasis bereits jetzt im überverkauften Bereich notiert. Ohne eine Rückeroberung der o. g. Nackenzone der Toppbildung bei 93/94 USD verbietet sich aus charttechnischer Sicht aber jeder Gedanke an ein antizyklisches Longengagement.

Celgene (Weekly)
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