14.12.2018 - 08:51 HSBC

DAX® - Weihnachtsrally - auch 2018?

HSBC Daily Trading

Weihnachtsrally - auch 2018?

Ein sehr schwaches 4. Quartal – wie es bisher an den internationalen Aktienmärkten zu verzeichnen ist – weicht deutlich von der saisonalen Norm ab. Wie wahrscheinlich ist in diesem Umfeld eine mögliche Weihnachts- bzw. Jahresendrally? Auf Basis der Daten seit 1988 haben wir für die deutschen Standardwerte die Kursentwicklung in den letzten fünf Handelstagen vor Weihnachten untersucht. Im Durchschnitt legt der DAX® bei einer Trefferquote von 70 % um 0,95 % zu. Bei einer Ausdehnung des Untersuchungszeitraums bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) steigen beide Kennziffern sogar auf 80 % bzw. 2,62 %. Auch in der längeren Kurshistorie des S&P 500® (seit 1978) lässt sich diese saisonale Anomalie identifizieren. Bei einer Wahrscheinlichkeit steigender Notierungen von knapp 68 % legen die US-Standardwerte vor Weihnachten durchschnittlich um 0,94 % bzw. bis Anfang Januar um 1,74 % zu. Der Erklärungsansatz hinter diesem Verlaufsmuster ist oftmals psychologischer Natur. Die gute Stimmung im Umfeld der Feiertage beflügelt regelmäßig auch die Börsen. Aber auch „window dressing“-Effekte zum Jahresende werden genannt. Aufgrund der schwachen Jahresperformance würde dem DAX® das saisonale Phänomen 2018 besonders gut zu Gesicht stehen.


DAX® (Daily)



Dieses Level …

… entscheidet darüber, ob es zu einer Weihnachts-(erholungs)rally kommt oder nicht. Gemeint ist der ehemalige Kreuzwiderstand aus der Parallelen zum Abwärtstrend seit Januar (akt. bei 3.083 Punkten) und den Tiefpunkten vom Oktober/November bei 3.091/3.101 Punkten. Dass die europäischen Standardwerte möglicherweise zu schnell zu stark gefallen sind, signalisieren z. B. verschiedene Indikatoren. So weisen sowohl der RSI als auch der MACD positive Divergenzen aus, indem das jüngste Jahrestief (3.008 Punkte) nicht mehr durch entsprechende Indikatorenpendants bestätigt wurde. Nach einem zweistelligen Kursminus im bisherigen Jahresverlauf ist jede Form der Entspannung willkommen. Ein Anlauf auf die 38-Tages-Linie (akt. bei 3.161 Punkten) oder ein Schließen der letzten beiden Abwärtskurslücken (obere Gapkanten bei 3.146 bzw. 3.189 Punkten) halten wir dabei für durchaus realistisch. Die von uns favorisierte technische Aufwärtsreaktion ändert allerdings nichts an der charttechnisch angeschlagenen Gesamtsituation. Um das große Bild zu drehen, bedarf es unverändert einer Rückeroberung der Marke von 3.300 Punkten, welche die Nackenzone einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation definiert.


EURO STOXX 50® (Daily)



Baut relative Stärke auf

Für den DAX® steht im bisherigen Verlauf des 4. Quartals ein zweistelliges Kursminus zu Buche. Damit zählen die letzten drei Monate 2018 zu den schlechtesten Schlussquartalen überhaupt. In diesem Umfeld sticht E.ON als einer der wenigen Kursgewinner seit dem 1. Oktober heraus. Im Vergleich zur Gesamtheit der deutschen Standardwerte baut der Versorger also relative Stärke auf. Aus charttechnischer Sicht gelingt dies im Bereich der 200-Wochen-Linie sowie der kürzerfristigen Glättung der letzten 38 Wochen (akt. bei 8,62/9,10 EUR), mit dem sich das Papier während des gesamten Jahres 2018 auseinandergesetzt hat. Gleichzeitig bildet sich ein klassisches Dreiecksmuster aus, dessen Begrenzungen aktuell bei 8,23 EUR bzw. 9,44 EUR verlaufen (siehe Chart). Eine Auflösung dieser Konsolidierungsformation signalisiert, dass die E.ON-Aktie die angeführten Durchschnittslinien endgültig hinter sich gelassen hat. Lohn der Mühen wären wieder zweistellige Notierungen und perspektivisch sogar ein Anlauf auf das Hoch vom November 2017 bei 10,81 EUR. Als Absicherung können Anleger im Ausbruchsfall die o. g. 200-Wochen-Linie heranziehen.


E.ON (Weekly)



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