05.04.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Von „Himmel hoch jauchzend“ zu „zu Tode betrübt“

Von „Himmel hoch jauchzend“ zu „zu Tode betrübt“
Den internationalen Aktienmärkten fiel der Start in die Nachosterwoche nicht leicht. Deshalb rücken wir zunächst die Schlüsselunterstützungen bei 11.800 Punkten (DAX®), 23.300 Punkten (Dow Jones®) bzw. 2.600 Punkten (S&P 500®) in den Vordergrund. Bemerkenswert ist aber die Abkühlung der verschiedenen Sentimentindikatoren. Während im Januar noch eine gewisse Jubelstimmung zu verzeichnen war, können Anleger mittlerweile fast von dem Gegenteil ausgehen. Laut der jüngsten Umfrage der American Association of Individual Investors notiert der Anteil der Bären unter den US-Privatanlegern mit 36,6 % auf dem höchsten Stand seit August 2017. Damals setzte nochmals ein deutlicher Rallyimpuls ein. Das Bärenlager ist nicht nur überdurchschnittlich gut gefüllt, die Quote der Pessimisten liegt auch fast 5 %-Punkte über dem Bullenanteil. Darüber hinaus ist die Investitionsquote aktiver US-Investoren inzwischen auf dem niedrigsten Stand seit 2016 angekommen. Zu guter Letzt bildet sich derzeit eine positive Divergenz bei der Anzahl neuer 52-Wochen-Tiefs für alle an der NYSE notierten Aktien aus. So erreichten jüngst, trotz tieferem Markttief, deutlich weniger Papiere neue Jahrestiefs. Insgesamt ist die Stimmungslage mittlerweile auf einem interessanten antizyklischen Level angelangt.

DAX® (Daily)
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„Living on the edge“
Im Vergleich zum DAX® hatte sich der TecDAX® während des bisherigen Jahresverlaufs 2018 lange Zeit besser geschlagen. Zuletzt ist aber auch der Technologieindex unter Druck geraten. Aus charttechnischer Sicht wird es damit nun spannend. Schließlich markiert die 200-Tages-Linie (akt. bei 2.462 Punkten) den Auftakt zu einer bedeutenden Haltezone, welche sich zusätzlich aus den Tiefpunkten bei 2.450/33/28 Punkten sowie einem Fibonacci-Retracement (2.433 Punkte) speist. Die herausragende Bedeutung der angeführten Bastion spiegelt sich aber vor allem in der Tatsache wider, dass bei deren Bruch ein klassisches Doppeltopp abgeschlossen wäre (siehe Chart). Aus der Höhe der oberen Umkehr würde sich dann ein rechnerisches Abschlagspotential von rund 300 Punkten ergeben, so dass Anleger perspektivisch ein Wiedersehen mit dem Tief von Ende Juni 2017 bei 2.162 Punkten einkalkulieren müssen. Um einen echten charttechnischen Nackenschlag zu verhindern, gilt es deshalb die beschriebene Kumulationsunterstützung unbedingt zu verteidigen.

TecDAX® (Daily)
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Die volle Breitseite
Für die Aktie von Dialog Semiconductor kommt es derzeit knüppeldick. Nach dem Abschluss eines großen Doppeltopps musste der Titel nun eine weitere wichtige Haltezone preisgeben. Gemeint sind die alten Ausbruchsmarken in Form der Hochpunkte der Jahre 2011 und 2012 bei 19,85/18,84 EUR, die mit dem Tief vom August 2014 (19,38 EUR) erfolgreich zurückgetestet wurden. Per Saldo musste das Papier zuletzt also den nächsten Nackenschlag hinnehmen, so dass sich das derzeitige Chartbild derzeit mehr als angeschlagen präsentiert. Dennoch gibt es aktuell einen Hoffnungsschimmer. So notieren sowohl die Relative Stärke nach Levy als auch der MACD auf historisch niedrigen Niveaus. Auf diesen extrem niedrigen Levels zeigen die beiden angeführten Indikatoren zudem Ansätze einer divergenten Entwicklung, indem das jüngste Verlaufstief (17,90 EUR) (bisher) nicht mehr durch entsprechende Indikatorenpendants bestätigt wird. Um aber wieder Gedanken an einen antizyklischen Longtrade verschwenden zu können, bedarf es unbedingt einer Rückeroberung der o. g. Barrieren bei 18,84/19,85 EUR.

Dialog Semiconductor (Weekly)
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