12.04.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Sentiment kühlt sich weiter ab

Sentiment kühlt sich weiter ab
Kampflos sind die Bären doch nicht bereit die 50-Tages-Linie (akt. bei 12.330 Punkten) preiszugeben. Als Konsequenz der aufkommenden Gewinnmitnahmen musste der DAX® den angeführten gleitenden Durchschnitt wieder preisgeben. Das Vortageshoch (12.429 Punkte) muss deshalb als „swing high“ interpretiert werden – ein Muster, welches oftmals kurzfristige Wendepunkte markiert. Dennoch überwiegen u. E. derzeit die Erholungschancen, was an den bekannten Argumenten „Gap“ aus der Vorwoche bei 12.011/12.136 Punkten sowie „Rückkehr in den im Februar 2016 etablierten Aufwärtstrend“ (akt. bei 12.171 Punkten) liegt. Damit ist allerdings auch klar, wann Investoren diese Einschätzung revidieren müssten: Während ein erneuter Bruch der o. g. Trendlinie bereits Zweifel mehren würde, gilt ein Schließen der angeführten Kurslücke unbedingt zu verhindern. Das sich weiter abkühlende Sentiment könnte den internationalen Aktienmärkten dabei unter die Arme greifen. Die aktuelle Umfrage der American Association of Individual Investors weist mit knapp 43 % den höchsten Bärenanteil seit März 2017 aus. Dieses Datum markierte seinerzeit den Startschuss für einen weiteren Hausseschub bis zu den aktuell gültigen Rekordständen.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Pullback + „golden cross“
Seit dem Renditehoch vom Februar bei 0,81 % befindet sich die „10-jährige“ in Deutschland im Korrekturmodus. Mittlerweile wurde – dank der Verschnaufpause – ein spannendes Rückzugslevel erreicht. So kann die Phase des Luftholens der letzten zwei Monate (bisher) als lehrbuchmäßiger Pullback an die Kombination aus dem ehemaligen Basisabwärtstrend seit Sommer 2008 und der 200-Wochen-Linie (akt. jeweils bei 0,45 %) interpretiert werden. Auf dieser Basis hat die Rendite zuletzt eine „inside candle“ ausgeprägt – ein Indiz, dass der größte Verkaufsdruck inzwischen abgearbeitet wurde. Interessanterweise wird die o. g. Haltezone zusätzlich noch durch den gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Wochen (akt. bei 0,46 %) untermauert. Doch das ist noch nicht alles: Aktuell kommt es zu einem positiven Schnittmuster zwischen der angeführten mittel- und der langfristigen Glättungslinie, wodurch ein sog. „golden cross“ entsteht. Dieses Chartmuster ist das erste seiner Art seit Anfang 2009 und dokumentiert, dass die untere Zinswende auch in Deutschland an Konturen gewinnt. Deshalb gehen wir aktuell von der Ausprägung eines zyklischen Zinstiefs aus und halten perspektivisch an der Zielmarke von 1 % für die 10-jährige Rendite in Deutschland fest.
 
 
  10-jährige Rendite Deutschland (Weekly)  
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1.375 USD als Signalgeber
In den letzten Tagen hat der Goldpreis wieder zulegen können. Damit rückt das bisherige Jahreshoch vom Januar bei 1.366 USD bzw. das Hoch vom Juli 2016 bei 1.375 USD wieder ins Blickfeld. Das bisherige Jahreshoch liefert dabei eine wichtige Steilvorlage, denn seither verblieben die monatlichen Schwankungen jeweils innerhalb der zu Jahresbeginn gesetzten Grenzen. D. h. auf Monatsbasis entstehen mehrere „Innenstäbe“. Dieses Phänomen legt eine prozyklische Positionierung im Ausbruchsfall nahe. Letztlich liegt somit ein weiteres Mosaiksteinchen vor, welches die Bedeutung der Marke von 1.375 USD als wichtigen Signalgeber für das Edelmetall unterstreicht. Zur Erinnerung: Oberhalb dieses Levels wäre die im Kursverlauf eingezeichnete, nicht ganz idealtypische Schulter-Kopf-Schulter-Formation abgeschlossen, aus Sicht des Point & Figure-Charts entstünde ein neues Investmentkaufsignal und die beschriebenen „inside candles“ wären nach oben aufgelöst. Gelingt der Befreiungsschlag definieren die Tiefs bei 1.522/27 USD die nächste Anlaufzone. Um die günstige Ausgangslage nicht zu gefährden, sollte der Goldpreis nicht mehr unter das Unterstützungskreuz aus zwei unterschiedlichen Trendlinien sowie der 38-Monats-Linie bei 1.234/18 USD zurückfallen.
 
 
  Gold (Monthly)  
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„false break“ als Kurstreiber
Das Abgleiten unter die horizontale Auffangzone bei gut 13 EUR hat bei der Aktie der Deutschen Telekom keinen neuen Verkaufsdruck nach sich gezogen. Vielmehr pendelte der Telekomtitel während der letzten sieben Wochen um die angeführte Schlüsselzone. Dank der jüngsten Kursavancen kann der zwischenzeitliche Bruch der Bastion letztlich als „false break“ auf der Unterseite interpretiert werden. Damit hat das Papier nicht nur die 200-Monats-Linie (akt. bei 12,71 EUR) als Sprungbrett nutzen können, sondern gleichzeitig wurde auch die vorangegangene Toppformation negiert. Flankiert wird diese positive Entwicklung durch entsprechende Indikatorensignale. So generiert der trendfolgende MACD gerade ein positives Schnittmuster, während im Verlauf der Relativen Stärke nach Levy der seit Mai 2017 bestehende Abwärtstrend zu den Akten gelegt wurde. In diesem Umfeld ergibt sich das nächste Erholungsziel in Form der 200-Wochen-Glättung (akt. bei 15,08 EUR). Auf der Unterseite besteht neben den o. g. Unterstützungen, dem jüngsten Verlaufstief (12,72 EUR), den langfristigen Durchschnittslinien vor allem in Form des Tiefs vom Oktober 2014 bei 10,07 EUR ein weiterer wichtiger Rückzugsbereich.
 
 
  Deutsche Telekom (Weekly)  
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