04.06.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Ringen um die 200-Tages-Glättung

Ringen um die 200-Tages-Glättung
Zumindest kampflos geben die Bullen die 200-Tages-Linie (akt. bei 12.734 Punkten) beim DAX® dann doch nicht preis. Trotz des erneuten Herankämpfens an die langfristige Glättungslinie lässt sich bei der Kursentwicklung zum Wochenschluss ein Haar in der Suppe finden. Für uns ist das vor allem, das im Vergleich zum Vortag, rückläufige Volumen. An den letzten vier Handelstagen wechselten sich Kursgewinne und -verluste jeweils ab. Doch an den beiden schwachen Tagen waren jeweils deutlich höhere Umsätze zu verzeichnen. Auffällig sind darüber hinaus zwei weitere Aspekte: Zum einen verblieb die Handelsspanne am Freitag innerhalb des Pendants vom Vortag („inside day“). Gleichzeitig lagen die letzten vier Tageshochs jeweils sehr dicht beieinander. Doch nicht nur das: Die Hochs harmonieren zudem bestens mit der jüngsten Abwärtskurslücke bei 12.804/828 Punkten. Ein Spurt über die zuletzt genannte Marke würde also nicht nur den o. g. „inside day“ nach oben auflösen, sondern auch das jüngste Abwärtsgap vergessen machen. Gelingt eine positive Weichenstellung, können Anleger (kurzfristig) von einer erfolgreichen Rückeroberung der 200-Tages-Linie ausgehen.

DAX® (Daily)
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Pullback oder mehr?
Nach einem erfolgreichen Ausbruch über das alte Allzeithoch aus dem Jahr 2007 (689 Punkte) und einem neuen Rekordstand von Anfang des Jahres (781 Punkte) gönnt sich der MSCI AC Asia ex Japan aktuell eine Verschnaufpause. Das Ausmaß der Konsolidierung ist dabei besonders interessant, denn bisher kam es lediglich zu einem Pullback an die eingangs beschriebene Ausbruchsmarke. Hier entsteht eine wichtige Kumulationszone, die sich zusätzlich aus einem Fibonacci-Level (699 Punkte) und dem Durschnitt der letzten 12 Monate (696 Punkte) speist. Aber die beschriebene Haltezone ist noch aus einem anderen Grund interessant: In den letzten drei Monaten verblieben die jeweiligen Schwankungsbreiten innerhalb des Pendants vom Februar. In der Konsequenz entstehen also drei „inside months“ in Serie, welche zudem allesamt über kleine Kerzenkörper verfügen. Da ein Verletzen der o. g. Schlüsselzone auch die angeführten Innenstäbe nach unten auflösen würde, kann diese Bastion als Absicherung auf der Unterseite herangezogen werden. Andererseits besitzt jedes Luftholen oberhalb dieser Bastion „bullishen“ Charakter.

MSCI AC Asia ex Japan (Monthly)
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Ein schmaler Grat
Mit einem Minus von rund 20 % im bisherigen Jahresverlauf zählt die Gea-Aktie zu den absoluten Underperformern im MDAX®. Aufgrund dieser Entwicklung rückt nun eine sowohl kurz- als auch langfristig wichtige Haltezone in den Fokus. Schließlich hatte das Papier in den letzten Wochen mehrere „inside weeks“ ausgeprägt. Da die jüngsten Erholungen immer schwächer ausfielen, liegt das Hauptaugenmerk aktuell auf dem Tief von Mitte April bei 31,56 EUR. Ein nachhaltiger Rutsch unter dieses Level würde nicht nur die beschriebenen Innenstäbe nach unten auflösen, sondern erhöht im langfristigen Kontext auch das Risiko der Ausbildung einer großen Toppformation (siehe Chart). Spätestens bei einem Abgleiten unter das Tief vom September 2015 bei 31,16 EUR wäre die eingezeichnete obere Umkehr Realität. Im Fall einer negativen Weichenstellung definiert das 50%-Fibonacci-Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung seit 2009 (28,69 EUR) in Verbindung mit den 2007er-Hochs (28,34/27,54 EUR) den nächsten Rückzugsbereich. Dass der Druck auf die Aktie und die beschriebene Schlüsselzone hoch bleiben dürfte, signalisiert z. B. das negative Schnittmuster zwischen 38- und 200-Wochen-Linie (akt. bei 37,55/38,98 EUR).

GEA (Weekly)
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