04.12.2017 - 09:00 HSBC

DAX® - Rettungsanker USA?

Rettungsanker USA?
Mit Kursverlusten von gut 160 Punkten ist der DAX®-Start in den Dezember gehörig daneben gegangen. An den Tagen zuvor hatte das Aktienbarometer bereits mit dem Phänomen zu kämpfen, dass am Nachmittag regelmäßig Abgabebereitschaft aufkam. Der Schwächeanfall vom vergangenen Freitag stellt nun einen entscheidenden Rückzugsbereich zur Disposition. Gemeint ist die Kombination aus den Tiefs bei gut 12.900 Punkten, dem Novembertief bei 12.848 Punkten sowie dem unteren Bollinger Band (akt. bei 12.804 Punkten). Ein Bruch dieser Haltezone würde den deutschen Standardwerten erstmals eine echte charttechnische Breitseite verpassen. Für Entlastung dürften wieder einmal die amerikanischen Aktienindizes sorgen. Zwar zeigte sich auch der S&P 500® zum Wochenende mit einer Schwankungsbreite von 45 Punkten durchaus volatil, doch zum Handelsschluss konnten die US-„blue chips“ ihre zwischenzeitlichen Verluste fast vollständig wieder aufholen. Diese Entwicklung sollte dem DAX® heute wieder über die o. g. Schlüsselunterstützungen helfen. Wirkliche Entlastung bringt aber erst ein Spurt über die letzten Verlaufshochs bei rund 13.200 Punkten, der eine kleine Bodenbildung abschließen würde.

DAX® (Daily)
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Doppeltopp als Belastungsfaktor
Von Anfang 2016 bis Juni 2017 legte die MLP-Aktie eine dynamische Rally auf das Börsenparkett. Seither ist das Papier aber in eine Distributionsphase übergegangen, die nun tatsächlich mit einer oberen Umkehr abgeschlossen wurde. Das Abgleiten unter die letzten Tiefpunkte bei 5,60 EUR sorgt dabei für die entscheidende negative Weichenstellung, denn damit wurde gleichzeitig der seit knapp zwei Jahren bestehende Haussetrend (akt. bei 5,79 EUR) zu den Akten gelegt. Der Bruch der beschriebenen Kreuzunterstützung wird darüber hinaus durch das bestehende Verkaufssignal seitens des MACD untermauert. Diesem Beispiel ist inzwischen auch der Aroon gefolgt. Das rechnerische Abschlagspotential – abgeleitet aus der Höhe der Toppbildung – muss dabei auf den Kursbereich bei rund 4,50 EUR taxiert werden. Interessanterweise harmoniert dieses Level bestens mit verschiedenen Tiefs aus den Jahren 2014 und 2013 sowie dem 50%-Fibonacci-Retracement des gesamten Hausseimpulses seit Februar 2016 (4,51 EUR). Auf dem Weg in diese Region markiert ein weiteres Fibonacci-Level (4,98 EUR) ein wichtiges Etappenziel. Als Absicherung für neue Shortpositionen bieten sich die o. g. alten horizontalen Unterstützungen bei 5,60 EUR an.

MLP (Weekly)
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Tradingrange unter Druck
Seit Sommer pendelt der Euro im Vergleich zum britischen Pfund seitwärts. Die Folge dieser Entwicklung ist ein „zu den Akten legen“ des seit Ende 2015 bestehenden Haussetrends (siehe Chart; akt. bei 0,8992 GBP). Dieser Trend fungiert im Zusammenspiel mit den jüngsten Verlaufshochs bei gut 0,90 GBP als entscheidender Widerstand auf der Oberseite. Derzeit müssen Anleger ihren Blick aber eher nach Süden richten. Schließlich lotet die europäische Einheitswährung ger‎ade die Kreuzunterstützung aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 0,8796 GBP) und den letzten beiden Verlaufstiefs bei 0,8743/30 GBP aus. Dass der Druck auf diese Bastion aktuell hoch ist, signalisiert beispielsweise der trendfolgende MACD, der jüngst ein frisches Ausstiegssignal generiert hat. Aber auch die markanten Dochte der letzten beiden Monatskerzen sowie das „bearish engulfing“ auf Wochenbasis mahnen zur Vorsicht. Ein Abgleiten unter die skizzierte Kernunterstützung würde die eingangs beschriebene Tradingrange nach unten auflösen und damit ein Kursziel im Bereich der Marke von gut 0,84 GBP aktivieren. Im Fall einer negativen Weichenstellung dürfte den Korrekturimpuls seit Sommer also nochmals an Dynamik gewinnen.

EUR/GBP (Daily)
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