07.05.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Positiver Wochenschluss – positiver Wochenstart?

Positiver Wochenschluss – positiver Wochenstart?
Die enge Handelsspanne, welche den DAX® am Freitag zunächst begleitete, konnte das Aktienbarometer erst in der letzten Handelsstunde nach oben auflösen. Ein Schlusskurs exakt auf Tageshoch (12.820 Punkte) unterstreicht dabei die Ambitionen der Bullen. Viel wichtiger ist aus charttechnischer Sicht aber, dass die deutschen Standardwerte damit oberhalb der alten Schlüsselzone aus dem Tief des ersten Handelstags des Jahres (12.745 Punkte), der 200-Tages-Linie (akt. bei 12.667 Punkten) und einem Fibonacci-Level (12.662 Punkten) ins Wochenende gingen. Per Saldo wird der jüngste Ausbruch somit bestätigt. Aber eines ist auch klar: Ein Rebreak dieser Bastion käme einem echten Nackenschlag gleich. Deshalb können Anleger die alten Ausbruchsmarken als Stopp-Loss heranziehen. Wie so oft in der Vergangenheit dienen dabei die US-Märkte als wichtiger Taktgeber. So sollten Anleger aktuell die Kreuzunterstützung des S&P 500® bei rund 2.600 Punkten im Blick haben. Auf diesem Niveau fallen zwei unterschiedliche Trendlinien mit dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage zusammen. Dieses Sprungbrett scheinen die amerikanischen „blue chips“ zum Wochenschluss genutzt zu haben, was heute auch dem DAX® zugutekommen dürfte.

DAX® (Daily)
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Der Charme der hohen Zeitebene
Die Analyse hoher Zeitebenen fördert oftmals interessante Details zu Tage. Ein gutes Beispiel für diese These liefert aktuell der Monatschart des Nikkei 225®. Ausgehend vom Verlaufshoch vom Januar bei 24.129 Punkten gingen die japanischen Standardwerte in den Korrekturmodus über. Im Rahmen dieser Verschnaufpause hat das Aktienbarometer im März ein „Hammer“-Umkehrmuster ausgeprägt, welches durch ein klassisches „bullish engulfing“ im April bestätigt wurde. Interessant ist in diesem Zusammenhang noch das Ausmaß der Konsolidierung. Letztlich kam es zu einem nahezu idealtypischen Pullback an die Hochpunkte der letzten 20 Jahre bei knapp 21.000 Punkten (siehe Chart). Oberhalb dieser Ausbruchsmarken besitzt der Chartverlauf somit unverändert eine „bullishe“ Grundnote. Das „Hammertief“ vom März – gleichzeitig ein sog. „swing low“ – bei 20.347 Punkten bietet sich deshalb als strategische Absicherung auf der Unterseite an. Ohne ein Rebreak dieses Levels dürfte der Nikkei 225® das o. g. Verlaufshoch vom Januar wieder ins Visier nehmen. Danach definieren die verschiedenen Hoch- und Tiefpunkte bei rund 27.000 Punkten das nächste Anlaufziel.

Nikkei 225® (Monthly)
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Die starke Wochenperformance …
… liefert eine wichtige charttechnische Steilvorlage für die E.ON-Aktie. Doch der Reihe nach: In den letzten Wochen konnte der Versorger die Aufwärtskurslücke von Mitte März (untere Gapkante bei 8,57 EUR) verteidigen, was wir als Beweis der Stärke interpretieren. Die dynamische weiße Kerze der abgelaufenen Woche sorgt nun dafür, dass zusätzlich die Glättungslinien der letzten 200 bzw. 38 Wochen (akt. bei 9,11/9,22 EUR) nachhaltig zurückerobert wurden. Besonders bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass es bei den angeführten Durchschnittslinien zuletzt zu einem positiven Schnittmuster kam – dem ersten seit 2009! Gleichzeitig hat auch der trendfolgende MACD seine Signallinie von unten nach oben durchschnitten. In der Summe gewinnt das Szenario einer „tragfähigen Bodenbildung“ weiter an Konturen. Perspektivisch winkt ein Anlauf auf die Widerstandszone aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 10,80 EUR. Als Absicherung für neue Longengagements bieten sich dabei – je nach Risikoneigung – entweder die o. g. 200-Wochen-Linie oder aber die offen gebliebene Kurslücke (untere Gapkante bei 8,57 EUR) an.

E.ON (Weekly)
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