09.11.2017 - 08:27 HSBC

DAX® - Luftholen wäre gesund

Luftholen wäre gesund
Die am Vortag aufkommende Gewinnmitnahmebereitschaft setzte sich gestern beim DAX® nicht fort. Vielmehr konnte sich das Aktienbarometer im Bereich eines Fibonacci-Levels (13.365 Punkte) stabilisieren. Dennoch sollten Anleger jetzt nicht sofort wieder in Euphorie verfallen. Schließlich bleibt es bei den zuletzt beschriebenen Bremsklötzen in Form des jüngsten „bearish engulfing“, des Rückfalls unter das obere Bollinger Band (akt. bei 13.554 Punkten) sowie der überhitzten Indikatoren (z. B. RSI). Deshalb rücken wir kurzfristig das jüngste Aufwärtsgap (13.341 zu 13.255 Punkten) als nächsten Rückzugsbereich in den Vordergrund. Darunter definiert eine weitere Kurslücke bei 13.187/145 Punkten die nächste Haltezone. Dazu passt auch die recht optimistische Haltung der amerikanischen Privatanleger. Nur einmal in diesem Jahr fiel laut der Sentimenterhebung der AAII der Bärenanteil (derzeit 23,1 %) noch geringer aus. Damals folgte zumindest eine zweiwöchige Verschnaufpause. Um die negativen Implikationen aus dem jüngsten Candlestickmuster beim DAX® zu negieren und die Bullen in die Erfolgsspur zurückzubringen, ist dagegen ein Anstieg über das Hoch des „bearish engulfing“ – gleichzeitig das gültige Allzeithoch des DAX® (13.526 Punkte) – notwendig.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Dreiecksausbruch als Katalysator
Auf die “Hammer”-Kerze vom letzten Quartal 2016 folgten in diesem Jahr bisher drei weitere Quartalskerzen mit kleinen Kerzenkörpern. Letztlich spricht dieses Phänomen dafür, dass die Grand City-Aktie über ein aufgestautes Bewegungspotential verfügt. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, die Zeitebene herunterzubrechen und den Tageschart zu analysieren. In diesem Zeitfenster liegen gleich zwei Weichenstellungen vor, die dafür sprechen, dass sich der erwartete „Vola-Impuls“ auf der Oberseite entladen könnte. So wurde einerseits der seit Dezember 2015 bestehende Korrekturtrend (akt. bei 18,43 EUR) jüngst zu den Akten gelegt und andererseits gelang dem Immobilientitel gestern der Sprung über eine weitere Abwärtstrendlinie (akt. bei 18,79 EUR). Damit wurde die seit einem halben Jahr bestehende Dreiecksformation nach oben aufgelöst (siehe Chart), so dass das bisherige Jahreshoch (19,16 EUR) perspektivisch nur eine Durchgangsstation auf dem Weg nach Norden darstellen dürfte. Aus der Höhe des Dreiecks ergibt sich sogar ein ausreichendes Anschlusspotential, um Kurs auf die Hochs bei rund 20,50 EUR zu nehmen. Um den Ausbruch nicht zu gefährden, sollte die Aktie in Zukunft nicht mehr in den knapp zwei Jahre alten ehemaligen Korrekturtrend zurückfallen.
 
 
  Grand City Properties S.A. (Daily)  
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Zum Leben erwacht?
Die Börsenrally der letzten Jahre ist an der Ceconomy-Aktie spurlos vorübergegangen. Dennoch sollten Anleger den Titel derzeit genau beobachten. Die in den letzten Jahren sukzessive abnehmenden Schwankungsbreiten führen aktuell zu sehr dicht beieinanderliegenden Bollinger Bändern. In der Vergangenheit war diese Bewegungsarmut oftmals der ideale Nährboden für einen sog. „Volaimpuls“. Mit dem Sprung über das Hoch vom April 2015 bei 10,96 EUR liegt derzeit eine charttechnische Steilvorlage vor, damit sich dieser Impuls auf der Oberseite entlädt. Für ein zusätzliches Ausrufezeichen würde in diesem Kontext ein Anstieg über die Hochs vom Dezember 2011 bzw. November 2013 bei 11,75/11,99 EUR sorgen, denn dann wäre eine mehrjährige Bodenbildung endgültig Realität. Zusätzlicher Rückenwind kommt dabei von Seiten diverser quantitativer Indikatoren (MACD, RSI), die jeweils freundlich zu interpretieren sind. Um die beschriebene Steilvorlage nicht leichtfertig zu verspielen, sollte die Ceconomy-Aktie in Zukunft nicht mehr nachhaltig unter die alten Verlaufshochs bei gut 10 EUR zurückfallen.
 
 
  Ceconomy (Monthly)  
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