08.02.2018 - 09:00 HSBC

DAX®-Kursindex - Fehlausbruch – zum wiederholten Mal?

Fehlausbruch – zum wiederholten Mal?
Beim Kursindex der deutschen Standardwerte – also ohne Berücksichtigung der Dividenden – schlugen zuletzt zwei Versuche fehl, das Hoch vom April 2015 bei 6.340 Punkten nachhaltig zu überwinden. Per Monatsschlusskurs blieb der Ausbruch sowohl im November als auch im Januar aus. Besonders schwer wiegt das „false break“ deshalb, weil in diesem Dunstkreis auch das Hoch des Jahres 2000 ausgeprägt wurde. Verschärft werden die derzeit bestehenden Risiken durch das jüngste Abgleiten unter die Marke von gut 6.000 Punkten. Schließlich wurde damit das Doppeltopp vervollständigt, welches durch die jüngsten beiden Hochpunkte bei 6.410/6.444 Punkten definiert wird. Mit anderen Worten: Das Abschlagspotential aus der oberen Umkehr muss auf rund 400 Punkte taxiert werden. Dieses rechnerische Abschlagspotential harmoniert bestens mit dem zyklischen Tief vom August vergangenen Jahres (5.625 Punkte). Knapp darunter verläuft als weitere wichtige Unterstützung die Glättungslinie der letzten 38 Monate (akt. bei 5.547 Punkten). Um die kurzfristigen Gefahren zu bannen, ist eine Negierung des beschriebenen Doppeltopps vonnöten – sprich eine Rückeroberung der Marke von gut 6.000 Punkten.
 
 
  DAX®-Kursindex (Monthly)  
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Die zwei „B’s“
Für eine nachhaltige Wende zum Besseren fordert der Techniker letztlich zwei Dinge: Zum einen die Ausprägung eines tragfähigen Bodens und zum anderen den Bruch einer wichtigen Abwärtstrendlinie. Während die Twitter-Aktie an ersterer Weichenstellung seit über zwei Jahren arbeitet, rückt nun auch der seit Ende 2013 bestehende Baissetrend (akt. bei 25,54 USD) in den Fokus. In diesem Zusammenhang notiert der Technologietitel derzeit also an einer ganz entscheidenden Kursschwelle. Gelingt in der aktuell korrektiven Marktphase per Wochenschlusskurs der Spurt über den Kreuzwiderstand bei 25,54/85 USD, dürfte das Papier endgültig die Kurve bekommen haben. Mut in Sachen Befreiungsschlag macht der trendfolgende MACD, der in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) „long“ positioniert ist. Im Erfolgsfall ergibt sich aus der Höhe der unteren Umkehr ein kalkulatorisches Kursziel von rund 36 USD. Auf dem Weg zum Ausschöpfen dieses Anschlusspotentials definieren das Hoch vom Oktober 2015 (31,87 USD) bzw. das Tief vom Dezember 2014 (34,65 USD) wichtige Etappenziele. Als Stopp auf der Unterseite bietet sich dagegen das jüngste „swing low“ bei 22,04 USD an.
 
 
  Twitter (Weekly)  
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Toppbildung als Belastungsfaktor
Die europäischen Standardwerte mussten zuletzt einige charttechnische Breitseiten verkraften. Die beiden wichtigsten sind sicherlich das Abgleiten unter die 200-Tages-Linie (akt. bei 3.552 Punkten) sowie der Rückfall in den im Frühjahr 2000 etablierten Basisabwärtstrend (auf Monatsbasis akt. bei 3.504 Punkten). Aus Sicht des Tagescharts ist aber auch das Tief vom 2. Januar (3.469 Punkte) nicht minder bedeutend, denn mit dem Rutsch unter dieses Level liegt inzwischen ein klassisches Doppeltopp vor. Rein rechnerisch hält die diskutierte Toppbildung ein kalkulatorisches Abschlagspotential von rund 200 Punkten bereit. Letztlich reicht dieses Rückschlagsrisiko aus, um auch das Tief vom August vergangenen Jahres (3.364 Punkte) zu unterschreiten – eine Haltemarke, welche der Euro Stoxx50® zuletzt bereits ausgelotet hat und deren Bruch das Chartbild weiter eintrüben würde. Die jüngste technische Aufwärtsreaktion sorgt zwar für ein kleines Gegengewicht. Um das angeschlagene Chartbild allerdings zu verbessern, bedarf es eines Schließens der jüngsten Abwärtskurslücke (obere Gapkante bei 3.475 Punkte), wodurch gleichzeitig auch das o. g. Doppeltopp negiert wäre.
 
 
  EURO STOXX 50® (Daily)  
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Mögliche Unterstützungen
Nach einer langen Rally kam es zuletzt bei der Alphabet-Aktie zu einer großen Abwärtskurslücke (1.169 USD zu 1.131 USD). Oftmals leitet eine solche Abrisskante – gerade bei der Dynamik des vorangegangenen Aufwärtsimpulses – eine Korrektur ein. Deshalb erscheint es uns aktuell hilfreich, mögliche Rückzugslinien für den Technologietitel herauszuarbeiten. In diesem Zusammenhang ist zunächst einmal die Haltezone aus einem Fibonacci-Level (1.066 USD) und der 90-Tages-Linie (akt. bei 1.061 USD) zu nennen. Abgerundet wird die auf diesem Niveau entstehende Kumulationszone durch die 50%-Korrektur des letzten Hausseimpulses von Juli 2017 bis Januar 2018 (1.057 USD). Darunter sollten Anleger den Basisaufwärtstrend seit Juni 2016 (akt. bei 1.021 USD) im Blick haben. Die angeführte Trendlinie markiert den Auftakt zu dem horizontalen Auffangbereich aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 1.000 USD, der zusätzlich durch die 200-Tages-Glättung (akt. bei 1.002 USD) verstärkt wird. Spätestens diese Bastion sollte die Alphabet-Aktie in Zukunft verteidigen, um ernsthaften charttechnischen Schaden zu verhindern.
 
 
  Alphabet Class C (Daily)  
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