01.06.2018 - 09:00 HSBC

DAX®-Kursindex - Drohende S-K-S-Formation?

Drohende S-K-S-Formation?
Unter hohen Umsätzen musste der DAX® gestern die 200-Tages-Linie (akt. bei 12.731 Punkten) erneut preisgeben. Dieses Mal endgültig? Bei der Beantwortung dieser Frage liefert der Kursindex der deutschen Standardwerte möglicherweise eine wichtige Orientierungshilfe. Ohne Berücksichtigung der Dividenden steht im Mai ein sog. „shooting star“ zu Buche. Der markante Docht dokumentiert also den Kontrollverlust der Bullen. Bemerkenswert ist dabei, dass die Marktteilnehmer exakt im Bereich der horizontalen Widerstandszone bei rund 6.100 Punkten der Mut verließ. Übergeordnet nimmt damit die Gefahr einer Ausprägung einer Schulter-Kopf-Schulter-Umkehr zu. Definiert wird diese Toppformation potentiell durch das 2017er-Hoch (6.138 Punkte), das historische Allzeithoch vom 018 (6.444 Punkte) sowie das jüngste Verlaufshoch vom Mai (6.095 Punkte). Vor diesem Hintergrund kann die Bedeutung der Haltezone bei rund 5.550 Punkten gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Auf diesem Niveau fallen die jüngsten beiden Verlaufstiefs mit einem Fibonacci-Level sowie der 38-Monats-Linie zusammen. Bei einem Bruch dieser Bastion wäre gleichzeitig auch die diskutierte Toppbildung Realität.
 
 
  DAX®-Kursindex (Monthly)  
  chart  
 
 
 
Auf dem Rückzug
In unserem Jahresausblick hatten wir für die 10-jährige Rendite USA Notierungen jenseits der 3 %-Marke in Aussicht gestellt. Die Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf kann also als Prognosetreffer bezeichnet werden. Dennoch bedarf die Jahresprognose aktuell einer Feinjustierung. Aus charttechnischer Sicht liegt das vor allem am neben stehendem Monatschart. So wurde das Renditehoch bei 3,13 % exakt im Dunstkreis des seit Anfang der 1980er-Jahre dominierenden Abwärtstrends (akt. bei 3,09 %) ausgeprägt. Hier kam es nicht nur zu einem „reversal“, sondern auch zu einem Rebreak der Hochs vom Jahresultimo 2013/14 bei 3,04 %. Aufgrund der zuletzt beschriebenen Weichenstellung wurde die Chance auf Ausprägung eines langfristigen Doppelbodens (zunächst) vertan (siehe Chart). Per Saldo hat sich der Kreuzwiderstand bei gut 3 % - zumindest im ersten Anlauf – als zu hohe Hürde erwiesen. Auf solche „false breaks“ folgen oftmals nennenswerte Korrekturimpulse. Deshalb sollten Anleger nicht länger von steigenden Zinsen ausgehen. Vielmehr sehen wir die 10-jährige Rendite USA in den nächsten Wochen und Monaten auf dem Rückzug. Neben dem jüngsten „swing low“ bei 2,72 % definieren vor allem die Hochs von 2017 und 2016 bei 2,64/2,63 % wichtige Korrekturziele.
 
 
  10-jährige Rendite USA (Monthly)  
  chart  
 
 
 
Fehlausbruch nach Süden
Beim Chart des Euro-BUND-Future handelt es sich aktuell um einen der spannendsten Kursverläufe überhaupt. Doch der Reihe nach: Als das Rentenbarometer zu Jahresbeginn die Tiefs bei 160/159 per Monatsschlusskurs unterschritt, lag der Ball aus Sicht der Bären auf dem „Elfmeterpunkt“. Letztlich hat sich der Zinsfuture allerdings wieder gefangen, so dass der Penalty nicht genutzt wurde und das zyklische Tief vom März bei 156,88 als Fehlausbruch gewertet werden kann. Zur Stabilisierung des Zinsfuture trägt auch die Rückeroberung der 38-Monats-Linie (akt. bei 161,15) bei. Übergeordnet kann die gesamte Konsolidierung seit dem historischen Rekordstand von Mitte 2016 (168,86) möglicherweise als klassische Korrekturflagge interpretiert werden (siehe Chart). Um dieses trendbestätigende Kursmuster abzuschließen, bedarf es allerdings eines Spurts über den seit knapp zwei Jahren bestehenden Korrekturtrend (akt. bei 164,24). Während wir den Kursverlauf nach dem beschriebenen „false break“ auf der Unterseite derzeit neutral einschätzen, würde eine positive Weichenstellung die Bullen wieder in eine vielversprechende Ausgangslage versetzen.
 
 
  Euro-BUND-Future (Monthly)  
  chart  
 
 
 
Interesse an einer täglichen Zustellung unseres Newsletters?


 




 
HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Derivatives Public Distribution
Königsallee 21-23
40212 Düsseldorf

kostenlose Infoline: 0800/4000 910
Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
Hotline für Berater: 0211/910-4722
Fax: 0211/910-91936
Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
E-Mail: zertifikate@hsbc.de