11.05.2018 - 09:00 HSBC

DAX®-Kursindex - 6.090 Punkte als Schlüsselgröße

6.090 Punkte als Schlüsselgröße
Der DAX® schlägt weiter Kapital aus dem beschriebenen Sprung über die Schlüsselzone bei rund 12.700 Punkten und notiert erstmals seit dem 1. Februar wieder oberhalb der Marke von 13.000 Punkten. Da dieses Level aber keine große charttechnische Relevanz besitzt, möchten wir heute mal wieder den Kursindex der deutschen Standardwerte – also ohne Berücksichtigung der Dividenden – auf den Prüfstand stellen. Auf Basis der Haltezone aus einem Fibonacci-Retracement (5.644 Punkte), dem Tief vom August vergangenen Jahres (5.625 Punkte) sowie der 38-Monats-Linie (akt. bei 5.551 Punkten) hat das Aktienbarometer zuletzt die Kurve bekommen. Schließlich gelang im April die Ausprägung eines klassischen „bullish engulfing“. Nach den ersten Anschlussgewinnen ist der DAX®-Kursindex nun allerdings bis zu einem wichtigen Kursbereich vorgestoßen. In den vier Monaten von Oktober 2017 bis Januar 2018 lagen die jeweiligen Monatstiefs in einem engen Kursband zwischen 6.041 und 6.090 Punkten. Gelingt der Sprung über diese Hürden, wäre der Weg bis zum historischen Hochstand bei 6.444 Punkten frei. Hier geht es dann an’s Eingemachte, denn zusammen mit den Hochpunkten aus den Jahren 2000 und 2007 besteht hier nach wie vor die entscheidende Widerstandszone.

DAX®-Kursindex (Monthly)
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Absolute Kernunterstützung
Die US-Dollar-Stärke der letzten Wochen lastet auf dem MSCI Emerging Markets. Schließlich befindet sich das Aktienbarometer seit dem Verlaufshoch von Ende Januar (1.279 Punkte) im Rückwärtsgang. Charttechnisch motivierte Anleger sollten derzeit ganz genau hinschauen, denn aktuell steht eine wichtige Haltezone zur Disposition. Gemeint ist die Kombination aus der 38-Wochen-Linie (akt. bei 1.153 Punkten), einem Fibonacci-Level (1.139 Punkte), dem Tief vom Februar (1.136 Punkte) sowie dem im Januar 2016 etablierten Haussetrend (akt. bei 1.130 Punkten). Die jüngste Korrektur hat auch bei den quantitativen Indikatoren Spuren hinterlassen. So ist beispielsweise der Aroon jüngst dem Beispiel des MACD gefolgt und hat ebenfalls ein Ausstiegssignal generiert. Vor diesem Hintergrund würde ein Bruch der beschriebenen Kumulationszone die technischen Perspektiven des MSCI Emerging Markets deutlich eintrüben, so dass Investoren die Marke von gut 1.100 Punkten als Stopp-Loss heranziehen können. Oberhalb des jüngsten „swing highs“ bei 1.187 Punkten würden indes die Chancen auf ein Halten der beschriebenen Bastion steigen.

MSCI Emerging Markets (Weekly)
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Geht in Konsolidierungsmodus über
Der Euro hat im Vergleich zur schwedischen Krone zuletzt deutlich zulegen können. Aktuell mehren sich allerdings die Anzeichen dafür, dass die europäische Einheitswährung mit 10,69 EUR jüngst ein zyklisches Hoch markiert hat. Zur Vorsicht mahnt der jüngste „shooting star“, der in der laufende Woche (voraussichtlich) durch ein „bearish engulfing“ bestätigt wird. Interessanterweise wurden diese beiden Candlestickmuster exakt im Dunstkreis der Parallele (akt. bei 10,62 SEK) zum Aufwärtstrend seit März 2013 ausgeprägt. Eine zusätzliche Bestätigung liefert darüber hinaus der RSI. Neben einer negativen Divergenz, indem die jüngsten Verlaufshochs im eigentlichen Chartverlauf nicht mehr durch entsprechende Indikatorenpendants bestätigt wurden, hat der Oszillator nun ein handfestes Verkaufssignal generiert. Per Saldo erwarten wir zumindest eine Konsolidierung des Währungspaars. Die horizontale Auffangzone aus diversen Hoch- und Tiefpunkten bei gut 10 SEK definiert dabei ein erstes Anlaufziel, ehe die Unterstützung aus den verschiedenen Hochs bei rund 9,80 SEK wieder auf die Agenda rückt. Als Stopp bietet sich das jüngste Verlaufshoch bei 10,69 SEK an.

EUR/SEK (Weekly)
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Angeschlagen
Mit einem zweistelligen Kursminus zählt die Aktie der Deutschen Post in diesem Jahr zu den klaren Underperformern unter den 30 DAX®-Titeln. Auch aus charttechnischer Sicht verliert das Papier den historischen Hochstand von 41,36 EUR vom Dezember 2017 zusehends aus den Augen. Schließlich stellen der Rutsch unter die 200-Tages-Linie (akt. bei 37,42 EUR) sowie die jüngsten beiden Abwärtskurslücken Belastungsfaktoren dar. Regelmäßige Leser des „HSBC Daily Trading“ wissen, dass wir offengebliebene Gaps in Richtung der gerissenen Lücke interpretieren. In diesem Fall entsteht also ein Indiz der Schwäche. Deshalb müssen Anleger die Unterstützungszone aus diversen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 34 EUR unbedingt im Auge behalten (siehe Chart). Dass der Druck auf diese Bastion hoch ist, signalisieren die Trendfolger MACD und Aroon mit intakten Verkaufssignalen. Ersterer ist derzeit sogar in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) „short“ positioniert. Muss die Aktie die angeführte Schlüsselzone preisgeben, wird ein weiterer Kursrückgang bis zu den Hochs und Tiefs bei rund 30 EUR wahrscheinlich. Die knapp darunter (29,55 EUR) verlaufende 200-Wochen-Linie unterstreicht die Bedeutung dieses Rückzugsbereiches zusätzlich.

Deutsche Post (Daily)
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