06.02.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Im Krisenmodus

Im Krisenmodus
Zum Wochenauftakt musste der DAX® die zweite Abwärtskurslücke (12.782 zu 12.753 Punkte) in Folge hinnehmen. Diese Anschlussverkäufe sorgen für ein Abgleiten unter die Kombination aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 12.752 Punkten) und dem Tief vom 2. Januar (12.745 Punkte), wodurch das in den letzten Tagen diskutierte Doppeltopp vervollständigt wurde. Begleitet wird diese negative Weichenstellung von bestehenden Verkaufssignalen seitens des MACD und des Aroon. Das kalkulatorische Abschlagspotential von rund 800 Punkten lässt perspektivisch sogar ein Wiedersehen mit dem Tief vom August 2017 (11.869 Punkte) befürchten. Bei 11.840 Punkten verläuft aktuell mit dem Aufwärtstrend seit Anfang 2016 zudem eine weitere Rückzugslinie. Mit Blick auf die Vorgaben aus den USA und Asien, die eine Eröffnung im Bereich von gut 12.200 Punkten befürchten lassen, dürften die deutschen Standardwerte heute bereits einen Teil der skizzierten Wegstrecke zurücklegen. Damit muss von einem dritten Abwärtsgap in Serie ausgegangen werden, was zuletzt während der Atomkatastrophe von Fukushima vorkam. Deshalb gilt es heute zunächst einmal, ein neues Marktgleichgewicht zu finden.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Toppbildung ist Realität
Die Merck-Aktie musste zuletzt die 200-Wochen-Linie (akt. bei 88,32 EUR) preisgeben. Das ist allerdings nicht die einzige negative Weichenstellung. Schließlich ist der niedrigste Stand seit Sommer 2016 gleichbedeutend mit dem Abschluss einer oberen Umkehr. Die Toppbildung in Form einer nicht ganz idealtypischen Schulter-Kopf-Schulter-Formation wird durch die Hochs bei 100,35/115,20/100,95 EUR definiert. Neben der Charttechnik betonen auch verschiedene Indikatoren die derzeit bestehenden Risiken. So haben die Trendfolger MACD und Aroon jüngst synchron neue Ausstiegssignale geliefert. Rein rechnerisch hält die obere Umkehr nun ein Abschlagspotential von rund 25 EUR bereit, welches ausreichend wäre, um das Jahrestief von 2016 bei 70,68 EUR auszuloten. Dieses Kursziel rückt übergeordnet noch ein anderes Szenario in den Fokus: So ist die beschriebene S-K-S-Formation möglicherweise Teil eines größeren Doppeltopps (siehe Chart). In der Summe sitzen die Bären bei der Merck-Aktie aktuell am längeren Hebel. Um diese Einschätzung zu revidieren, ist eine schnelle Rückeroberung der Tiefs bei rund 90 EUR nötig.
 
 
  Merck KGaA (Weekly)  
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Diese Zone sollten sie kennen
Nach dem Bruch des seit 2013 bestehenden Aufwärtstrends sowie dem Abgleiten unter die 200-Wochen-Linie (akt. bei 15,03 EUR) rückt bei der Aktie der Deutschen Telekom nun eine entscheidende Haltezone auf die Agenda. Schließlich pendelt der Telekomtitel seit Anfang 2015 zwischen rund 18 EUR auf der Ober- und gut 13 EUR auf der Unterseite seitwärts. Mit anderen Worten: Bei einem Rutsch unter die zuletzt angeführte „Leitplanke“ würde die Schiebezone der letzten drei Jahre in eine Toppbildung mit einem kalkulatorischen Abschlagspotential von knapp 5 EUR umschlagen. Deshalb gilt es, die Bastion aus diversen Hoch- und Tiefpunkten bei 13,54/39/15 EUR unbedingt zu verteidigen. Die Bedeutung dieser Rückzugszone wird zusätzlich das das 61,8%-Fibonacci-Retracement des Hausseimpulses seit Herbst 2014 (13,15 EUR) untermauert. Vor diesem Hintergrund hätte ein Abgleiten unter die diskutierte Unterstützungszone schwerwiegende Implikationen. Auf der Oberseite ist indes eine Rückeroberung des Tiefs vom Oktober 2016 (14,06 EUR) nötig, um den größten Druck von der Aktie zu nehmen.
 
 
  Deutsche Telekom (Weekly)  
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