10.11.2017 - 09:00 HSBC

DAX® - Erste Kurslücke geschlossen

Erste Kurslücke geschlossen
Den an den letzten beiden Tagen thematisierten Belastungsfaktoren – Stichwort: „bearish engulfing“ und Rückfall unter das obere Bollinger Band (akt. bei 13.556 Punkten) – musste der DAX® gestern Tribut zollen. Dabei haben die deutschen Standardwerte die erste der beiden zuletzt als Unterstützungen ins Feld geführten Kurslücken bereits geschlossen. Die ab Mittag aufkommende Kursschwäche schlägt sich auch in den quantitativen Indikatoren nieder. So hat beispielsweise der RSI seinen oberen Extrembereich nach unten verlassen. Im Verlauf des Oszillators wurde dadurch gleichzeitig eine Toppbildung vervollständigt. Auch beim trendfolgenden MACD entstand gestern ein neues Ausstiegssignal. In der Konsequenz bleibt der Fokus auf möglichen Rückzugsbereichen. Wir erwarten in den nächsten Tagen ein vollständiges Schließen der zweiten Kurslücke (untere Gapkante bei 13.145 Punkten). Danach steckt die Kombination aus der 38-Tages-Linie (akt. bei 12.969 Punkten), dem ehemaligen Rekordhoch vom Juni (12.952 Punkte) und den verschiedenen Tiefs bei gut 12.900 Punkten die nächste wichtige Unterstützungszone ab.

DAX® (Daily)
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Unter 180 EUR …
… müssen Anleger von einem kleinen Doppeltopp bei der Adidas-Aktie ausgehen (siehe Chart). Doch der Reihe nach: Lange Zeit eilte das Papier von einem Rekord zum nächsten. Doch seit Anfang August gerät die Rally ins Stocken. Nach dem Bruch des seit November 2016 bestehenden Haussetrends (akt. bei 186,81 EUR) fiel gestern ein weiterer wichtiger charttechnischer Rückzugsbereich. Gemeint ist die Kombination aus der 38-Wochen-Linie (akt. bei 181,55 EUR) und den verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 180 EUR. Der Druck auf das Papier dürfte in den nächsten Wochen hoch bleiben, denn der MACD ist aktuell „short“ positioniert und auch die Relative Stärke nach Levy ist jüngst unter ihren Schwellenwert von 1 zurückgefallen. Aufgrund der negativen Weichenstellung müssen Investoren von einer abgeschlossenen oberen Umkehr ausgehen, die ein rechnerisches Abschlagspotential von rund 20 EUR bereithält. Damit rückt auch ein Wiedersehen mit dem Tief vom Juni bei 163,45 EUR wieder auf die Agenda. Vor diesem Hintergrund können Anleger neue Shortpositionen in Erwägung ziehen, die auf Basis der o. g. ehemaligen Kumulationsunterstützung engmaschig abgesichert werden sollten.

adidas (Weekly)
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Der nächste Nackenschlag
Bereits seit zwei Jahren befindet sich die ProSieben-Aktie auf dem Rückzug. Gestern musste der Medientitel den nächsten Nackenschlag verkraften. Schließlich fiel der Titel unter die letzten drei zyklischen Tiefs bei 27,91/27,83/27,30 EUR. Aufgrund der gestrigen Kursschwäche wurde gleichzeitig auch die Parallele (akt. bei 27,10 EUR) zum Abwärtstrend seit November 2015 unterschritten. Der nächste Rückzugsbereich ergibt sich nun aus dem Zusammenspiel des 61,8%-Fibonacci-Retracement des Hausseimpulses von August 2011 bis November 2015 (25,64 EUR) sowie den verschiedenen Hochpunkten vom 1. Quartal 2011 bei rund 25 EUR. Kann auch diese Bastion den Kursverfall nicht stoppen, definiert das Hoch vom Juli 2015 (21,00 EUR) die nächste Unterstützung. Für ein kleines Gegengewicht sorgen aktuell die quantitativen Indikatoren. Sowohl der MACD als auch der RSI notieren bereits auf historisch niedrigen Niveaus – der Oszillator befindet sich dabei sogar im überverkauften Bereich. Um den Bären Einhalt zu gebieten, bedarf es allerdings zwingend einer Rückeroberung des o. g. Kreuzwiderstands bei gut 27 EUR.

ProSiebenSat.1 (Weekly)
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