09.02.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Erneut unter Druck

Erneut unter Druck
Im Verlauf des gestrigen Handelstages geriet der DAX® wieder unter Beschuss. Dabei mussten die deutschen Standardwerte das alte Rekordhoch vom April 2015 bei 12.391 Punkten sogar wieder preisgeben. Diese Entwicklung führt Anlegern erneut vor Augen, dass sich die charttechnische Ausgangslage zuletzt deutlich eingetrübt hat und das Aktienbarometer weiterhin auf der Suche nach einem neuen Marktgleichgewicht ist. Aus dem zuletzt vielfach beschriebenen Doppeltopp – definiert durch die Hochs bei 13.526/97 Punkten – ergibt sich ein kalkulatorisches Abschlagspotential von rund 800 Punkten. Ein Ausschöpfen dieses Kurspotentials auf der Unterseite würde perspektivisch sogar ein Wiedersehen mit dem Tief vom August 2017 bei 11.869 Punkten implizieren. Die Bedeutung dieser Haltemarke wird durch den Aufwärtstrend seit Anfang 2016 (akt. bei 11.862 Punkten) zusätzlich untermauert. Das neue Verlaufstief (12.187 Punkte) signalisiert dabei, dass die Bären derzeit am längeren Hebel sitzen. Erst ein Schließen der Kurslücke vom 5. Februar (obere Gapkante bei 12.782 Punkten) würde eine Revision dieser Einschätzung nötig machen. Schließlich wäre dann nicht nur die 200-Tages-Linie (akt. bei 12.754 Punkten) zurückerobert, sondern auch das o. g. Doppeltopp negiert.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Zwei wichtige Trendlinien
Nach dem besten Jahresauftakt seit 1997 hat der S&P 500® in den letzten Handelstagen einen charttechnischen „U-Turn“ vollzogen. Das gestrige Korrekturtief (2.581 Punkte) lotet dabei die Parallele (akt. bei 2.594 Punkten) zum Basisaufwärtstrend seit März 2009 aus. Knapp darunter verläuft zudem der steile Aufwärtstrend seit Februar 2016 (akt. bei 2.540 Punkten). Im Frühjahr werden beide Trendlinien sich schneidet und ein markantes Unterstützungskreuz bilden. Aus charttechnischer Sicht ist es aber unbestritten, dass ein nachhaltiger Rückfall in den Basisaufwärtstrendkanal der letzten neun Jahre eine deutliche Ausdehnung des jüngsten Korrekturimpulses mit sich bringen würde. Einen Blick wert sind aktuell die quantitativen Indikatoren. Während RSI und MACD zuletzt historische Höchststände erreicht hatten, kam es im Verlauf des Oszillators mittlerweile zum Bruch des seit zwei Jahren bestehenden Indikatoraufwärtstrends (siehe Chart). In der Vergangenheit besaßen solche Indikatortrendbrüche oftmals zeitlichen Vorlaufcharakter vor der korrespondierenden Weichenstellung im eigentlichen Chartverlauf. Ein Grund mehr dem o. g. Unterstützungskreuz eine große Aufmerksamkeit zu schenken.
 
 
  S&P 500® (Monthly)  
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Widerstandsbündel leitet Korrektur ein
Mehrfach haben wir an dieser Stelle auf die Bedeutung des Barrierenbündels bei rund 1,25 USD für das Währungspaar EUR/USD hingewiesen. Zur Erinnerung: Den Auftakt zu einer massiven Widerstandszone markiert der ehemalige Basisaufwärtstrend seit 1985 (akt. bei 1,2438 USD) und erstreckt sich über die 200-Monats-Linie (akt. bei 1,2449 USD) bis zum bei gut 1,60 USD etablierten Baissetrend der letzten zehn Jahre (akt. bei 1,2615 USD). Abgerundet wird die auf diesem Niveau entstehende Kumulationszone durch den gleitenden Durchschnitt der letzten 90 Monate (akt. bei 1,2452 USD) und die 61,8%-Korrektur des EUR-Abwärtsimpulses von Mai 2014 bis Januar 2017 (1,2597 USD). Da die letzten beiden Monatshochs jeweils in diesem Dunstkreis ausgeprägt wurden, realisieren die Marktteilnehmer offensichtlich die Höhe der o. g. Hürden. Deshalb gehen wir davon aus, dass der Euro zur US-Valuta aktuell einen zyklischen Hochpunkt ausgeprägt hat. Begünstigt wird eine Korrektur durch das rekordhohe Ausmaß an spekulativen EUR-Longpositionen. Seit Erhebung der Datenreihe Ende der 1990er-Jahre verfügten die Spekulanten niemals über höhere EUR-Longengagements. Das erste Korrekturziel stellt nun die Kombination aus dem Jahreshoch 2017 und dem Tief vom Juli 2012 (1,2092/40 USD) dar.
 
 
  EUR/USD (Monthly)  
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