05.02.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Drohende Toppbildung

Drohende Toppbildung
Am vergangenen Freitag musste der DAX® weitere Kursverluste verkraften. Damit rückt nun eine absolute Schlüsselzone in den Fokus. Den Ausgangspunkt dafür markieren die Tiefs bei 12.848/10 Punkten. Noch wichtiger ist aus charttechnischer Sicht allerdings die Bastion aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 12.749 Punkten) und dem bisherigen Jahrestief vom ersten Handelstag des Jahres (12.745 Punkte). Das angeschlagene Chartbild wird nicht zuletzt durch das zum Wochenende gerissene Abwärtsgap (12.972 zu 12.955 Punkte) dokumentiert. Die Verteidigung der langfristigen Glättungslinie ist deshalb so wichtig, weil Anleger die Kursentwicklung der letzten Monate ansonsten als obere Umkehr interpretieren müssten (siehe Chart). Rein rechnerisch hält ein abgeschlossenes Doppeltopp sogar ein kalkulatorisches Abschlagspotential von knapp 800 Punkten bereit. Aufgrund der Vorgaben lässt der Wochenauftakt einen Stresstest der beschriebenen Schlüsselunterstützungen befürchten. Für einen kleinen Hoffnungsschimmer sorgt indes die Tatsache, dass auf Tagesbasis die Freitagskerze vollständig unterhalb des unteren Bollinger Bandes (akt. bei 12.958 Punkten) ausgeprägt wurde. Dieses Phänomen markiert oftmals eine kurzfristige Übertreibung nach unten.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Kreuzunterstützung gefallen
In der abgelaufenen Woche ist unser Negativszenario Realität geworden: Der Euro-BUND-Future musste die Kreuzunterstützung aus den Verlaufstiefs bei 159,14/158,73 sowie der 200-Wochen-Linie (akt. bei 158,63) preisgeben. Zwei Faktoren sorgen noch zusätzlich für einen faden Beigeschmack. Zum einen bestätigt das höchste Handelsvolumen seit Juni vergangenen Jahres die negative Weichenstellung, zum anderen erfolgte der Bruch der beschriebenen Bastion mit einer kleinen Abwärtskurslücke (159,66 zu 159,64). Per Saldo ist damit die Schiebezone der letzten 16 Monate nach unten aufgelöst, aus deren Höhe sich immerhin ein rechnerisches Abschlagspotential bis in den Bereich von rund 152 ableiten lässt. Mit Blick auf den Kursverlauf der letzten zwei Jahre müssen Investoren übergeordnet sogar von einer großen Toppbildung ausgehen. Das sich daraus ergebende Rückschlagpotential lässt langfristig sogar einen Anlauf auf das Tief vom Juni 2015 (148,23) befürchten. Als Absicherung für neue Shortpositionen bietet sich das o. g. Mini-Gap an, denn bei dessen Schließen wäre auch die diskutierte obere Umkehr negiert.
 
 
  Euro-BUND-Future (Weekly)  
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Verschachteltes Kursmuster
In der abgelaufenen Woche hat die 10-jährige Rendite Frankreich wieder über der Marke von 1% geschlossen. Aus charttechnischer Sicht liegt damit ein abgeschlossener Dreifachboden vor – definiert durch die letzten Zinstiefs bei rund 0,60 %. Viel interessanter ist allerdings die Frage, ob aktuell ein sog. verschachteltes Kursmuster vorliegt – ein Phänomen, dem wir eine besondere Bedeutung beimessen. Der beschriebene Dreifachboden ist nämlich möglicherweise Teil einer größeren inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation (siehe Chart). Das kalkulatorische Anschlusspotential von 0,35 % – abgeleitet aus der Höhe des beschriebenen Dreifachbodens – lässt auf einen Spurt über den Abwärtstrend seit Mitte 2015 (akt. bei 1,02 %) schließen. Diese Weichenstellung würde dann wiederum für ein Ausrufezeichen hinter der großen unteren Umkehr in Form der o. g. S-K-S-Formation sorgen. Im Erfolgsfall ergibt sich aus dieser großen Bodenbildung ein Kursziel von 2,10 %, wobei das Jahreshoch von 2017 (1,15 %) ein kurzfristiges und das Pendant von 2015 (1,41 %) ein mittelfristigen Etappenziel markiert. Das Ineinandergreifen der beschriebenen Rädchen wäre indes negiert, wenn die Rendite unter das Hoch vom Oktober 2017 (0,91 %) zurückfallen sollte.
 
 
  10-jährige Rendite Frankreich (Weekly)  
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