06.04.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Bullen melden sich zurück

Bullen melden sich zurück
Aus dem gestern beschriebenen abgekühlten Sentiment haben die Bullen adhoc Kapital schlagen können. Unter dem Strich hat sich beim DAX® die Haltezone bei rund 11.800 Punkten damit als Sprungbrett erwiesen. Der gestrige Handelstag brachte darüber hinaus weitere wichtige Weichenstellungen. So hat das zu Handelsbeginn gerissene Aufwärtsgap (12.011 zu 12.136 Punkten) auch auf Schlusskursbasis Bestand. Gleichzeitig sprang das Aktienbarometer über das Hoch der Vorwoche (12.151 Punkte) bzw. vollzog die Rückkehr in den Aufwärtstrend seit Februar 2016 (akt. bei 12.141 Punkten). Unter dem Strich mehren sich deshalb die Anzeichen dafür, dass die deutschen „blue chips“ die Kurve bekommen haben. Rückenwind kommt dabei von Seiten des RSI und des MACD. Nach der Ausprägung positiver Divergenzen quittiert der Trendfolger die jüngsten Kursavancen mittlerweile mit einem neuen Einstiegssignal. Die Hochs von Mitte März (12.460 Punkte) und Ende Februar (12.601 Punkte) definieren dabei die ersten Erholungsziele. Danach stellt die 200-Tages-Linie (akt. bei 12.671 Punkten) die nächste massive Barriere dar. An der günstigen Ausgangslage ändert (zunächst) auch die schwächer zu erwartende Eröffnung nichts.

DAX® (Daily)
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Doppelbodenszenario gewinnt an Konturen
Nach dem Tief von Anfang Februar (2.533 Punkte) hat der S&P 500® Anfang der Woche mit 2.554 Punkten möglicherweise das zweite Standbein eines Doppelbodens ausgeprägt (siehe Chart). Als Sprungbrett könnte sich dabei zusätzlich die Kombination aus dem Aufwärtstrend seit Februar 2016 (auf Monatsbasis akt. bei 2.600 Punkten) sowie der 200-Tages-Linie (akt. bei 2.593 Punkten) erweisen. Neben dem gestern beschriebenen und deutlich abgekühlten Sentiment machen dabei aktuell das jüngste „bullish engulfing“ sowie der RSI Mut, der die Interpretation eines potentiellen Doppelbodens unterstreicht. In der Summe gewinnt u. E. ein erneuter Aufwärtsimpuls an Konturen. Die Glättungslinie der letzten 38 Tage (akt. bei 2.697 Punkten), welche perfekt mit dem Abwärtsgap vom 23. März (2.696 zu 2.710 Punkten) harmoniert, definiert dabei ein erstes Anlaufziel. Danach rücken bereits wieder die Hochs bei rund 2.800 Punkten in den Fokus. Mit dem 200-Perioden-Durchschnitt bzw. dem jüngsten Verlaufstief (2.554 Punkte) stehen gleichermaßen engmaschige wie technisch sinnvolle Stopp-Marken zur Verfügung, die im Umkehrschluss ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis gewährleisten.

S&P 500® (Daily)
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1.000er-Marke als Sprungbrett?
Seit dem Allzeithoch (1.198 USD) von Ende Januar befindet sich die Alphabet-Aktie im Konsolidierungsmodus. Der Technologietitel bildete dabei (bisher) einen idealtypischen Pullback an die alten Ausbruchsmarken bei rund 1.000 USD aus. Durch die charttechnische Brille betrachtet, hat es dieses Level in sich. Schließlich befindet sich hier neben verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten auch ein Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (997 USD bzw. 982 USD; siehe Chart). Auf dieser Basis hat das Papier in der letzten Woche einen klassischen „Hammer“ ausgeprägt – ein Umkehrmuster aus der Candlestickanalyse. In der laufenden Woche verblieb die Handelsspanne zudem innerhalb des Pendants der Vorwoche, so dass (bisher) ein Innenstab entsteht. Beide Phänomene werten wir als Indiz, dass der Markt die o. g. Bastion tatsächlich als Unterstützung wahrnimmt. Deshalb favorisieren wir aktuell eine technische Aufwärtsreaktion. Die unten stehenden Capped Bonus-Zertifikate berücksichtigen als weitere Auffangbereiche zudem die untere Begrenzung der alten Schiebezone von Mai bis Oktober 2017 bei rund 915 USD sowie die 200-Wochen-Linie (akt. bei 767 USD).

Alphabet Class C (Weekly)
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Das Tief gesehen?
Das neue Allzeithoch vom Mai 2017 (115,20 EUR) erwies sich letztlich als „false break“ auf der Oberseite. Seither befindet sich die Merck-Aktie im Korrekturmodus. Das „reversal“ der Osterwoche bestätigt das Papier in dieser Woche nun aber mit einer dynamischen weißen Kerze. Unter dem Strich steigen damit die Chancen dafür, dass das Vorwochentief (74,54 EUR) ein wichtiges zyklisches Tief markiert. Diese Einschätzung wird durch die aktuelle Indikatorenkonstellation untermauert. So hat beispielsweise der RSI jüngst das erste Einstiegssignal seit dem Jahr 2008 generiert, während der MACD aktuell auf sehr niedrigem Niveau notiert. Der Blick auf die Historie, welche immerhin bis in die 1990er-Jahre zurückreicht, verrät sogar, dass der Trendfolger in der Vergangenheit niemals noch tiefere Levels erreichte. Als erstes Erholungsziel bietet sich die Kombination aus der 200-Wochen-Linie (akt. bei 89,03 EUR) sowie den verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 90 EUR an. Auf der Unterseite definiert indes das o. g. Vorwochentief eine erste Unterstützung. Danach markiert das Jahrestief von 2016 (70,68 EUR) den nächsten Rückzugsbereich.

Merck KGaA (Weekly)
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