05.06.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Ausbruch mit Makeln

Ausbruch mit Makeln
Zum Start in die neue Woche gelang dem DAX® der Sprung über die Hochpunkte der letzten Tage bei gut 12.800 Punkten sowie das Schließen der Abwärtskurslücke von Ende Mai. Allerdings hat die Entwicklung zwei Schönheitsfehler: Zum einen liegt der Schlusskurs wieder unterhalb der 12.800er-Marke, zum anderen war das Volumen erneut rückläufig. Steigende Umsätze bei fallenden Kursen und niedrigere Umsätze in der Erholung stellen nicht gerade das lehrbuchmäßige Verhaltensmuster dar. Dennoch hat unter dem Strich – und das signalisiert die Lunte der gestrigen Tageskerze – die Wahrscheinlichkeit für ein Halten der 200-Tages-Linie (akt. bei 12.737 Punkten) zugenommen. Wasser auf die Mühlen der Bullen wäre in diesem Zusammenhang ein Bruch des steilen Abwärtstrends seit dem 22. Mai (akt. ebenfalls bei 12.800 Punkten). Im Erfolgsfall definieren die Hochs bei 13.034/41 Punkten das nächste Erholungsziel. Um die Stabilisierung der letzten Tage nicht leichtfertig zu verspielen, gilt es nicht mehr nachhaltig unter die o. g. langfristige Glättung zurückzufallen.

DAX® (Daily)
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Erstmals dreistellig!
Eine ganze Reihe von Technologiewerten hat zuletzt neue Mehrjahres- oder gar neue Allzeithochs erreicht. In diese Kategorie fällt z. B. die Microsoft-Aktie, die erstmals in ihrer Historie dreistellige Notierungen erreicht hat. Im Rahmen des seit dem Jahr 2009 dominierenden Haussetrends liefert dabei das jüngst nach oben aufgelöste „aufsteigende Dreieck“ eine wichtige Steilvorlage (siehe Chart). Der Abschluss dieses Konsolidierungsmusters wird zusätzlich durch diverse trendfolgende Indikatoren untermauert. So ist der MACD zuletzt dem Beispiel des Aroon gefolgt und hat erneut ein prozyklisches Einstiegssignal generiert. Rein rechnerisch ergibt sich aus der Höhe des beschriebenen Dreiecks ein kalkulatorisches Anschlusspotential bis rund 110 USD. Interessanterweise harmoniert dieses Anlaufziel bestens mit der Parallelen (akt. bei 110,16 USD) zum o. g. Basisaufwärtstrend. Um die Gefahr eines Fehlausbruchs gar nicht erst aufkommen zu lassen, sollte die Microsoft-Aktie in Zukunft nicht mehr unter das Hoch vom Februar 2018 bei 96,07 USD zurückfallen. Solange sich der Technologiesektor robust zeigt, droht auch dem Gesamtmarkt kein ernsthaftes Ungemach.

Microsoft (Weekly)
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Auf zu neuen Höhen
Regelmäßig filtern wir unser Anlageuniversum nach trendstarken Aktien mit einer relativen Stärke (Levy) größer 1, welche gleichzeitig ein charttechnisches Konsolidierungsmuster nach oben auflösen. Während das erstere Kriterium über Investments in Trendrichtung sorgt, signalisiert das Zweite, dass der etablierte Trend wieder Fahrt aufnimmt. Lehrbuchmäßig lässt sich diese Vorgehensweise derzeit am Beispiel der Alibaba-Aktie festmachen. Im Verlauf der Relativen Stärke liegt sogar zusätzlich der Bruch des seit Sommer 2017 bestehenden Baissetrends vor. Gleichzeitig liefert der MACD gerade ein neues Einstiegssignal. Vor diesem Hintergrund dürfte der Ausbruch aus der eingezeichneten Korrekturflagge im eigentlichen Chartverlauf (obere Begrenzung akt. bei 192,42 USD) auf fruchtbaren Boden fallen. Unterstrichen wird diese Einschätzung durch ein neues Allzeithoch (209,75 USD). Im „uncharted territory“ jenseits des ehemaligen Rekordstandes von gut 206 USD definiert ein Fibonacci-Projektions-Level (221,51 USD) das nächste Anlaufziel. Um den Ausbruch auf der Oberseite nicht zu gefährden, gilt es in Zukunft einen Rückfall in die beschriebene Korrekturflagge zu vermeiden.

Alibaba Group ADS (Weekly)
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