04.05.2018 - 09:00 HSBC

DAX® - Ausbruch auf wackeligen Beinen

Ausbruch auf wackeligen Beinen
Anschlusskäufe blieben gestern beim DAX® aus. Vielmehr kam es zu Gewinnmitnahmen im Umfang von gut 100 Punkten, wobei das Aktienbarometer allerdings innerhalb der Handelsspanne vom Vortag verblieb („inside day“). Letztlich rückt damit die alte Schlüsselzone aus dem Tief des ersten Handelstags des Jahres (12.745 Punkte), der 200-Tages-Linie (akt. bei 12.665 Punkten) und einem Fibonacci-Level (12.662 Punkten) wieder ins Blickfeld. Um die Gefahr eines Fehlausbruchs gar nicht erst aufkommen zu lassen, gilt es, ein Rebreak dieser Bastion unbedingt zu verhindern. Als Spielverderber könnten sich dabei die amerikanischen Standardwerte erweisen. Schließlich steht beim S&P 500® die Kreuzunterstützung aus zwei unterschiedlichen Trendlinien sowie der Glättungslinie der letzten 200 Tage bei rund 2.600 Punkten zur Disposition. Fällt diese Bastion, würde auch das US-Aktienbarometer ernsthaften charttechnischen Schaden nehmen. Der dort auf dieser Basis ausgeprägte „Hammer“ sorgt für einen Hoffnungsschimmer. Alles in allem hängt das „wohl und wehe“ beim DAX® – wie so oft – von der Entwicklung in den USA ab.

DAX® (Daily)
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Verschachteltes Kursmuster?
Den Kursverlauf der 30-jährigen Rendite USA hatten wir vor einiger Zeit nach der Auflösung der eingezeichneten "bullishen" Flagge unter dem Aspekt eines möglichen "verschachtelten Kursmusters" diskutiert (siehe „Daily Trading“ vom 26. Februar). Da die Flagge ein ausreichendes Kurspotential verspricht, um die nächste positive Weichenstellung folgen zu lassen, glauben wir unverändert an eine Konstellation, in der ein Rad beginnt in das andere zu greifen. In diesem Zusammenhang steht der Renditechart aktuell möglicherweise vor der entscheidenden Weichenstellung. Als solche definieren wir die Hochpunkte der letzten drei Jahre zwischen 3,22 % und 3,26 %‎. Ein Sprung über diese Signalzone würde auch bei der 30-jährigen Rendite eine langfristige Bodenbildung abschließen. Für Rückenwind sorgt dabei, dass der seit 2011 bestehende Abwärtstrend (akt. bei 3,04 %) inzwischen nachhaltig gebrochen wurde. Gelingt es den Deckel bei rund 3,25 % zu lüften, dann ergibt sich aus der langfristigen unteren Umkehr ein kalkulatorisches Anschlusspotential, um das Hoch von 2013 bei 4 % ins Visier zu nehmen. Um dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, sollten die Renditetiefs der letzten beiden Monate bei 2,97/2,96 % in Zukunft nicht mehr unterschritten werden.

30-jährige Renite USA (Monthly)
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Entscheidung steht an
In den letzten Monaten hat die Qiagen-Aktie immer wieder mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 27,23 EUR) gerungen. Dabei bremste der gleitende Durchschnitt zwar regelmäßig Kursavancen aus, aber andererseits stellten die verschiedenen Tiefs bei gut 25 EUR regelmäßig Unterstützungen dar. Vor diesem Hintergrund steuert der Titel aktuell auf eine Entscheidungssituation zu. Während ein Unterschreiten der Bastion bei gut 25 EUR das Pendel zugunsten der Bären ausschlagen ließe, markiert die langfristige Glättungslinie den Auftakt zu einem wichtigen Widerstandsbündel. Dieses speist sich zusätzlich aus dem Abwärtstrend seit Juni 2017 (akt. bei 27,62 EUR) sowie der oberen Begrenzung der Tradingrange der letzten Monate bei 28,19/33 EUR. Gelingt der Sprung über diese Hürden, rückt das Verlaufshoch vom Juni 2017 bei 31,52 EUR wieder auf die Agenda. Dies gilt umso mehr, als dass ein Ausbruch aus der angeführten Schiebezone ein rechnerisches Anschlusspotential von rund 3 EUR bereithielte, was ebenfalls zu einem Kursziel im Bereich von 31,50 EUR führt. Per Saldo steht also gegenwärtig eine mittelfristige Weichenstellung an.

Qiagen (Daily)
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