17.12.2018 - 08:26 HSBC

DAX® - 61,8%-Retracement als Rettungsanker?

HSBC Daily Trading

61,8%-Retracement als Rettungsanker?

Zu Beginn der abgelaufenen Woche musste der DAX® nochmals ein neues Verlaufstief bei 10.586 Punkten hinnehmen. Das anschließende „reversal“ wie auch das Ausmaß der Korrektur seit dem Allzeithoch bei 13.597 Punkten sorgen nun aber für einen Silberstreif am Horizont. Schließlich hat das Aktienbarometer mit dem eingangs angeführten Verlaufstief fast punktgenau 61,8 % der letzten Aufwärtsbewegung von Anfang 2016 bis Anfang 2018 (10.570 Punkte) korrigiert. Bei der Verteidigung dieses Fibonacci-Retracements könnte das saisonale Phänomen der Weihnachtsrally (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 14. Dezember), aber auch die schlechte Börsenstimmung helfen. Gemäß der aktuellen Sentimenterhebung der American Association of Individual Investors ist der Anteil der Bären unter den US-Privatanleger so hoch wie seit April 2013 nicht mehr. Spiegelbildlich fällt der Bullen-Anteil auf den niedrigsten Stand seit 2016. In der Summe ist die Stimmung demnach noch schlechter als im November. Damit wächst die Hoffnung, dass der DAX® bis zum Jahresende noch ein paar Prozentpunkte gutmachen kann. Die Tiefs bei 11.009/11.051 Punkten definieren dabei ein erstes Erholungsziel.


DAX® (Weekly)



Wehe, wenn es hier nicht hält

Im Mai erreichten die britischen Standardwerte mit 7.904 Punkten einen neuen historischen Rekordstand und vollzogen damit einen Pullback an eine alte Aufwärtstrendlinie (siehe Chart). Seither befindet sich das Aktienbarometer im Rückwärtsgang und musste bereits einige negative Weichenstellungen hinnehmen. So wurde z. B. der Aufwärtstrend seit Anfang 2016 (akt. bei 7.438 Punkten) nachhaltig gebrochen. Richtig viel steht aus charttechnischer Sicht aber auf dem aktuellen Niveau auf dem Spiel. Schließlich markiert das Märztief (6.867 Punkte) den Auftakt zu einer wichtigen Unterstützungszone, welche sich über das 23,6%-Fibonacci-Retracement des gesamten Hausseimpulses seit März 2009 (6.855 Punkte) bis zu den Hochs des Jahres 2007 bei 6.754/52 Punkten erstreckt. Ein Bruch dieser Bastion hätte zur Konsequenz, dass die Kursentwicklung der letzten beiden Jahre als Toppbildung interpretiert werden müsste. Rein rechnerisch ergibt sich aus einer negativen Weichenstellung ein Abschlagspotential von rund 1.100 Punkten. Damit stünde ein weiterer Trendbruch – des Trends seit Juli 2009 (akt. bei 6.229 Punkten) – bzw. sogar ein Ausloten des Rückzugsbereichs aus einem weiteren Fibonacci-Level (5.682 Punkte) und den Tiefs von 2015/16 zwischen 5.789 und 5.500 Punkten zu befürchten.


FTSE 100 Index (Monthly)



Ein Hort der Stabilität

Die Kombination aus der 200-Wochen-Linie und dem Aufwärtstrend seit Ende 2011 (akt. bei 76,61 CHF bzw. 75,56 CHF) hat sich Mitte des Jahres als ideales Sprungbrett für die Nestle-Aktie erwiesen. Dabei hat sich das Papier zuletzt sogar bis in Schlagdistanz zu den Hochpunkten des Jahres 2017 bei 86,00/86,40 CHF vorgekämpft – letztere Marke definiert gleichzeitig das historische Allzeithoch. Zwar zeigt der Titel durchaus Respekt vor dieser Hürde, was Anleger an den kleinen Körpern der letzten Wochen erkennen können, doch der Spurt auf einen neuen Rekordstand käme zweifelsfrei einem der besten Signale der technischen Analyse gleich. Vor diesem Hintergrund definieren wir einen Wochenschlusskurs oberhalb der Marke von 86,40 CHF als prozyklischen Buy-Trigger. Aus der Höhe der Schiebezone der letzten beiden Jahre lässt sich im Erfolgsfall ein kalkulatorisches Anschlusspotential von rund 13 CHF ableiten. Rückenwind kommt aktuell von Seiten der Trendfolger MACD und Aroon, die auf Wochen- und Monatsbasis „long“ positioniert sind. Als Stopp auf der Unterseite bieten sich im Ausbruchsfall die letzten beiden Wochentiefs bei gut 83 CHF an, womit gleichzeitig ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis gewährleistet ist.


Nestlé (Weekly)



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