13.11.2017 - 09:00 HSBC

CDAX® - Strategische Rückzugslinien

Strategische Rückzugslinien
Es ist lange her, dass wir an dieser Stelle den CDAX® – also alle im General und Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierten deutschen Unternehmen – unter die Lupe genommen haben. Derzeit lohnt allerdings die Analyse des marktbreitesten heimischen Aktienbarometers besonders. Nachdem der Index praktisch während des gesamten Jahres 2016 eine Belastungsprobe des langfristigen Aufwärtstrends seit 2009 (akt. bei 1.097 Punkten) ausgesetzt war, steht mittlerweile auch hier ein neuer Rekordstand zu Buche (1.251 Punkte). Der langfristige Aufwärtstrend ist also absolut intakt. Vor allem unter dem Blickwinkel des Stoppmanagement liefert der CDAX® aktuell aber wichtige Hilfestellungen. Die Kombination aus dem Aufwärtsgap vom Oktober (1.192 zu 1.190 Punkten) und dem ehemaligen Allzeithoch vom Juni bei 1.189 Punkten, definiert einen ersten wichtigen Unterstützungsbereich. Für noch wesentlich wichtiger halten wir allerdings die Kumulationszone bei rund 1.100 Punkten. Auf diesem Niveau fällt das Hoch vom April 2015 (1.108 Punkte) mit dem Tief vom August 2017 (1.102 Punkte) sowie dem o. g. Basisaufwärtstrend zusammen. Erst unterhalb dieser Bastion droht der deutsche Aktienmarkt ernsthaften charttechnischen Schaden zu nehmen.

CDAX® (Monthly)
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Abgeschlossene USD-Bodenbildung
Der Chartverlauf des Währungspaars USD/ZAR gestaltet sich derzeit äußerst interessant. Nach einer rund 1-jährigen USD-Korrektur ging der Greenback zu Jahresbeginn 2017 in eine Bodenbildungsphase über. Festmachen lässt sich diese Entwicklung u. a. am „Hammer“-Umkehrmuster auf Monatsbasis vom März, dem eine ganze Reihe von weiteren Monatskerzen mit kleinen Kerzenkörpern und ohne neue Verlaufstiefs folgte. Mit dem Sprung über die bisherigen Jahreshochs bei knapp 14 ZAR wurde nun eine untere Umkehr abgeschlossen (siehe Chart), womit gleichzeitig auch die eingangs beschriebene Konsolidierung zu den Akten gelegt wurde. Untermauert wird der Ausbruch durch die trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon, die jeweils freundlich zu interpretieren sind. Aus der Höhe der unteren Umkehr ergibt sich nun ein rechnerisches Anschlusspotential von rund 1,70 ZAR, was das Währungspaar ziemlich exakt bis in die Widerstandszone aus dem 61,8%-Fibonacci-Retracement des gesamten Korrekturimpulses (15,72 ZAR) und dem Hoch vom Mai 2016 (15,98 ZAR) führen dürfte. Jenseits dieser Hürden wäre der Weg dann schon wieder frei bis zum bisherigen Allzeithoch vom Januar 2016 bei 17,83 ZAR. Als enge Absicherung bieten sich die o. g. Ausbruchsmarken bei knapp 14 ZAR an.

USD/ZAR (Weekly)
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Einige Belastungsfaktoren zu verdauen
Die Thyssen-Aktie musste zuletzt einige charttechnische Nackenschläge hinnehmen. Nicht nur, dass dem Papier im Bereich der horizontalen Barrieren bei rund 26,50 EUR die Puste ausging, im Anschluss wurde auch ein kleines Doppeltopp vervollständigt (siehe Chart). Mit dem Bruch des Aufwärtstrends seit Sommer 2016 (akt. bei 24,22 EUR) sowie dem Abgleiten unter die 200-Tages-Linie (akt. bei 24,03 EUR) folgten weitere negative Weichenstellungen. Aktuell sollten Anleger die letzten Verlaufstiefs beachten, welche jeweils in einem engen Kursband zwischen 22,68 EUR und 22,60 EUR ausgeprägt wurden. Ein nachhaltiger Rutsch unter diese Haltemarken würde die Schiebezone der letzten Wochen beenden und den Katalysator für einen erneuten Abwärtsimpuls darstellen. Die nächsten Rückzugslinien ergeben sich dann aus dem ehemaligen Abwärtstrend seit 2008 (akt. bei 21,74 EUR) bzw. dem bisherigen Jahrestief bei 21,05 EUR. Darunter rücken bereits wieder die horizontalen Unterstützungen im Dunstkreis der Marke von 20 EUR in den Fokus. Ohne eine Rückeroberung der o. g. langfristigen Glättungslinie müssen Investoren von einem strukturell angeschlagenen Chartbild der Thyssen-Aktie ausgehen.

ThyssenKrupp (Daily)
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